Regine Kanis und Dr. Thomas Hartung (2. v. li.) im Gespräch.Die Sommerpause neigt sich langsam dem Ende. Doch bis zuletzt nutzen Regine Kanis und ihr Kollege Dr. Thomas Hartung die sitzungsfreie Zeit, um sich in Thüringen umzusehen und über die Politik der zurückliegenden fünf Jahre zu informieren.
„In dieser Einrichtung, in der Menschen mit Demenz betreut werden, kann sehr viel individueller auf die Bedarfe von Menschen mit Demenz eingegangen werden, als dies in einem Seniorenheim der Fall ist, in dem keine Spezialisierung stattfindet“, so Dr. Thomas Hartung, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion im Thüringer Landtag nach dem Besuch.
In der Einrichtung der Diakoniestiftung Weimar/Bad Lobenstein werden 38 Menschen, deren Demenzerkrankung unterschiedlich weit fortgeschritten ist, in verschiedenen Gruppen betreut.
„Besonders bei den Kranken- und Pflegekassen muss noch mehr auf den besonderen Pflegebedarf dieser Menschen und die Erbringung der entsprechenden Leistungen geachtet werden“, so Regine Kanis, die als weitere Vertreterin des Arbeitskreis Soziales der SPD-Landtagsfraktion am Gespräch mit dem Einrichtungsleiter Thomas Börner und dem Vorsitzenden der Geschäftsbereichsleitung Altenhilfe Martin Gebhardt, teilnahm.
„Im Bereich der Pflege sind wir in Thüringen in den vergangen 5 Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Es gibt ein modernes Wohn- und Teilhabegesetz, es wurden Pflegestützpunkte eingerichtet und ein Pflegepakt erarbeitet. Aber mit Blick auf die Zukunft müssen weitere Weichen gestellt werden“, so Dr. Hartung.
Es müsse bei der Einrichtungsbelegung zu allererst auf deren Qualität und deren Personalausstattung geschaut werden. Es dürfe nicht zuerst derjenige gewinnen, der das niedrigste Angebot mache. Auch die Beratung über verschiedene Angebote der Pflege müsse noch weiter verbessert werden. Vor allem in den ländlichen Räumen.
„Auch deshalb brauchen wir in nächster Zeit ein zukunftsfähiges Öffentliches Gesundheitsdienstgesetz, in dem zum Beispiel auch Beratungsstrukturen vor Ort angelegt werden können“, so Dr. Hartung.