Luftbild der Skatbankarena. Foto: Frank Ludewig / Lucom Design
(es gilt das gesprochene Wort)
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste,
mit der Projektskizze zur Sanierung und zum Umbau der Skatbank Arena eröffnen wir für Altenburg eine konkrete Möglichkeit, in ein Bundesförderprogramm einzusteigen, das genau für solche Situationen geschaffen wurde: für Kommunen mit Sanierungsstau und für Orte, an denen Sport eine zentrale gesellschaftliche Rolle spielt.
Wer mit Fußballern und Leichtathleten spricht, bekommt ein klares Bild. Die Anlage wird gebraucht.
Nicht irgendwann, sondern jetzt.
Für Training, für Wettkämpfe, für Nachwuchsarbeit.
Vor allem aber geht es um die vielen Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer, die Woche für Woche ehrenamtlich Verantwortung übernehmen. Sie stehen auf dem Platz, oft nach Feierabend, oft am Wochenende. Sie organisieren, begleiten, motivieren. Ohne sie gäbe es keinen funktionierenden Vereins- und Nachwuchssport.
Gute Sportstätten sind deshalb mehr als Infrastruktur.
Sie sind ein Zeichen von Wertschätzung.
Sie zeigen, ob wir das Ehrenamt ernst nehmen oder ob wir es einfach voraussetzen.
Diese Vorlage ist auch ein Ausdruck von Respekt gegenüber all denen, die ihre Zeit, ihre Energie und ihre Erfahrung für andere einsetzen. Wer Ehrenamt stärken will, muss auch die Rahmenbedingungen stärken.
Gleiches gilt für den Schulsport.
Bewegung ist kein Zusatz, sie ist Teil von Bildung. Schulen brauchen funktionierende Sportstätten, um ihren Auftrag erfüllen zu können. Die Skatbank Arena spielt dabei eine zentrale Rolle.
Bundesweit stehen für dieses Programm 333 Millionen Euro zur Verfügung.
Der Bund fördert bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, bei finanzschwachen Kommunen sogar bis zu 75 Prozent.
Das ist kein Selbstläufer.
Es braucht eine gute Projektskizze, eine saubere Planung und klare Prioritäten.
Mit der heutigen Entscheidung geht es nicht um den Baubeginn. Es geht um den Einstieg. Um eine fachlich belastbare Grundlage. Um Planung, um Beteiligung von Schulen und Vereinen und um die Weiterentwicklung des gesamten Areals: Skatbank Arena, Altes Stadion und Kunstrasenplatz.
Und gleichzeitig dürfen wir einen Punkt nicht ausklammern.
Das Stadion liegt am Stadtrand.
Wenn wir wollen, dass Sport kein Zeitproblem wird, dann müssen wir Mobilität mitdenken.
So ist die Wegebeziehung zu den Stadionareal verbesserungsfähig.
Und auch ein gut durchdachter ÖPNV ist kein Nebenthema.
Er ist Voraussetzung.
Kurze Wege für kurze Beine.
Verlässliche Verbindungen für Vereine.
Und ganz nebenbei eine spürbare Verbesserung auch für Beschäftigte und Besucher des Krankenhauses.
Die Zuständigkeit für den ÖPNV liegt beim Landkreis.
Aber eine Modernisierung dieses Sportareals kann und muss ein Impuls sein, um genau darüber intensiver zu sprechen.
Wenn hier alle Beteiligten an einem Strang ziehen, kann sich auch bei der Anbindung etwas bewegen.
Diese Beschlussvorlage steht für Fortschritt.
Für besseren Sport.
Für Respekt gegenüber dem Ehrenamt.
Für bessere Bedingungen im Schulsport.
Und für eine Stadt, die bereit ist, Entwicklung aktiv anzugehen.
Deshalb werben wir als SPD-Fraktion um Zustimmung zu diesem Beschluss.
Vielen Dank.