Heike Taubert, Regine Kanis und Werner Pidde im Gespräch.Die Sommertour des SPD-Fraktionsvorsitzenden Werner Pidde führte am 11. August in den Saale-Holzland-Kreis. Ein wichtiger Termin auf der Liste war der Besuch in der Landeserstaufnahmestelle (LASt) in Eisenberg. Sozialministerin Heike Taubert kam später ebenfalls hinzu.
Der Leiter Burkhard Zamboni berichtete über die Einrichtung, in der zur Zeit etwa 500 Menschen untergebracht sind. Alle Flüchtlinge und Asylsuchende, die in Thüringen ankommen, kommen zuerst nach Eisenberg. Von dort aus werden sie in die Außenstellen verlegt, wenn der Platz zu knapp ist. Seit kurzem steht eine solche Außenstelle in Suhl zur Verfügung, für die Wochenendaufnahme kurzzeitig auch Gotha. Die Mitarbeiter versuchen alles möglich zu machen, um dem Ansturm von Asylsuchenden Herr zu werden.
In diesem Jahr wird mit mehr als 200.000 Asylsuchenden geechnet, die auf rund der europäischen Regelungen nach Deutschland kommen. 2,78% dieser Menschen nimmt Thüringen auf. Nach drei Monaten verlassen die Asylsuchenden Eisenberg oder die Außenstelle und werden nach bestimmten Schlüsseln auf die Kommunen verteilt. Auch hier wird es zunehmend problematisch ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Im letzten Jahr haben die Kommunen mehr als 1.500 zusätzliche Unterkünfte geschaffen - eine beachtliche Leistung.
Es bleiben große Herausforderungen, die auf die Behörden, die Kommunen und die Einwohner zukommen. "Viel Fragen, zum Beispiel die medizinische Versorgung und die Kostenübernahme dafür, sind nur unzureichend geklärt", mahnt Regine Kanis schnelles Handeln, angesichts der stetig steigenden Zahl der Asylsuchenden in Thüringen.