Kommenden Samstag jährt sich zum 63. Male die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet worden ist. Die universelle Erklärung enthält grundlegende Ansichten über die Rechte, die jedem Menschen zustehen.
Amnesty International führt jedes Jahr im Dezember einen Briefmarathon durch, um auf besonders gravierende Verletzungen weltweit hinzuweisen. Dieses Jahr betrifft dies drei Menschen.
Im Jemen ist eine Frau von der Todesstrafe bedroht, die ihren Mann umgebracht haben soll – obwohl sie der Oberste Gerichtshof vom Vorwurf des Mordes freigesprochen, da die Geständnisse unter Folter geschahen.
In Aserbaidschan sitzt ein junger Oppositioneller im Gefängnis – offiziell wegen Drogenbesitz, inoffiziell aufgrund regierungskritischer Äußerungen und in Kamerun verbüßt ein 31-jähriger derzeit eine dreijährige Gefängnisstrafe nur aufgrund seiner mutmaßlichen sexuellen Orientierung. Ihm drohen in Haft schwulenfeindliche Angriffe und Misshandlungen.
In diesen Fällen können sich die Menschen weltweit mit Protestbriefen an die zuständigen Stellen wenden. Der Landtagsabgeordnete Wolfang Lemb (SPD) beteiligte sich an der Aktion und wirbt bei den Geraern für Unterstützung. „Letztes Jahr wurden aus über 50 Ländern mehr als 636.000 Appellschreiben und Solidaritätsbotschaften versandt. In sieben der zehn Fälle, für die sich Amnesty International im Rahmen des Briefmarathons eingesetzt hatte, veränderte dies etwas zum Besseren.“ Die Schreiben können gratis per Mail oder für 75 Cent per internationalem Brief verschickt werden.
Die Hilfsaktion läuft noch bis zum 17. Dezember und ist über die Internetseite
http://www.amnesty.de/Briefmarathon/Briefmarathon-2011
erreichbar.