Dagmar Künast, seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, zeigt sich entsetzt über die Ankündigung im Wahlprogramm von CDU/CSU, auf eine Angleichung der Ost-Renten zu verzichten.
Dagmar Künast, seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, zeigt sich entsetzt über die Ankündigung im Wahlprogramm von CDU/CSU, auf eine Angleichung der Ost-Renten zu verzichten.
Im dritten Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung müssten die Renten in Ost und West endlich angeglichen werden, zumal die derzeitige Bundesregierung dies in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben hatte. Leider fehlten sowohl CDU als auch FDP der politische Wille und die Idee zur Umsetzung. Das Rentenkonzept der SPD hingegen sehe eine stufenweise Angleichung der Renten in Ost und West bis zum Jahr 2020 vor. „Auch müssen Erziehungszeiten, Wehr- und Zivildienst, sowie die Ansprüche von in der DDR geschiedenen Frauen berücksichtigt werden“, mahnt die Sozialpolitikerin.
Künast: „Die Angleichung ist dringend notwendig, um die Lebensleistung der Rentnerinnen und Rentner im Osten Deutschlands stärker anzuerkennen.“ Darüber hinaus sei eine Angleichung wichtig, um zumindest das heutige Rentenniveau zu halten und damit der steigenden Altersarmut entgegen zu wirken. „Und um die immer geringer werdende Zahl an Beitragszahlern abzufangen, ist die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes geradezu unverzichtbar", so Künast. Sie sei gespannt, wie die Bürgerinnen und Bürger im Herbst auf die Ankündigung der Union reagieren.
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