Dauerhafte Subventionierung unrentabler Fluglinien ist nicht der richtige Weg

Veröffentlicht am 16.09.2011 in Allgemein

Die gestern bekannt gewordene Schließung einer weiteren Fluglinie am Flughafen Erfurt bedauert Sabine Doht, die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag. „Das ist für die Zukunft des Flughafens Erfurt-Weimar keine gute Nachricht“, sagt die Verkehrspolitikerin. Sie unterstreicht jedoch auch, dass eine dauerhafte Subventionierung der im Gespräch stehenden Linie keine Option sein könne. Hier sei sie einer Meinung mit Thüringens Verkehrsminister Carius. Die SPD-Fraktion habe die Subventionierung unrentabler Fluglinien in der Vergangenheit stets abgelehnt und deshalb während der Haushaltsberatungen in der Vergangenheit immer entsprechende Änderungsanträge gestellt.

Doht bezweifelt, ob die von Thüringens Verkehrsminister Carius heute in Aussicht gestellte weitere Förderung der richtige Weg sei: „Angesichts massiver Einsparungen im Verkehrshaushalt sehe ich nicht, wo das Geld dafür herkommen sollte.“ Sie sei deshalb auf das Ergebnis einer in Auftrag gegebenen Studie zur Zukunft des Flughafens Erfurt-Weimar gespannt. Es werde hoffentlich für Klarheit im Entscheidungsprozess sorgen.

„Bei allem Verständnis für die Probleme des Flughafens: Es geht auch darum, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angesichts immer knapper werdender Mittel in der Fläche noch halbwegs sicher zu stellen“, betont die Politikerin. Man müsse deshalb genau abwägen, in welche Verkehrsprojekte man die knappen Landesmittel künftig investiere. „Erpressung“ durch die Betreiber einzelner Fluglinien sei jedenfalls nicht der richtige Weg.

 

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