Girls‘ Day und Boys‘ Day – Potential von Mädchen in MINT-Fächern verstärkt fördern

Veröffentlicht am 23.04.2015 in Bildung & Kultur

Marion Rosin, Bildungspolitikerin der SPD-Fraktion, erklärt am heutigen Girls‘ Day und Boys‘ Day: „Stärker als bisher müssen die Potentiale von Mädchen in Mathematik und in den Naturwissenschaften an unseren Schulen ausgeschöpft werden.“

Vor wenigen Wochen habe ein OECD-Bericht zur Chancengleichheit der Geschlechter in der Bildung ergeben, dass sich Mädchen trotz gleicher natürlicher Begabung und identischem Leistungsvermögen wie Jungen in allen OECD-Ländern deutlich weniger bei der Lösung mathematisch-naturwissenschaftlicher Problemstellungen zutrauen. „Deutschland gehört sogar zu den Ländern, in denen die negative Haltung von Mädchen gegenüber mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern besonders groß ist. Das führt dazu, dass sich nur 5 Prozent der Schülerinnen, aber 20 Prozent der Schüler ein späteres Studium in einem MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) vorstellen können“, erläutert die Sozialdemokratin.

Für Deutschland insgesamt, aber auch speziell für Thüringen mit einem rasch wachsenden Nachwuchskräftebedarf im MINT-Bereich, seien diese Zahlen alarmierend. „Es ist wichtig, dass Thüringer Schulen auch künftig intensiv daran arbeiten, das Interesse von Mädchen für Mathematik und Naturwissenschaften zu wecken und dann auch dauerhaft zu erhalten“, so Marion Rosin, die bis zu ihrer Wahl in den Landtag selbst als Lehrerin gearbeitet hat. Dafür müssten Unterrichtsinhalte und Fachdidaktik ebenso kritisch in den Blick genommen werden wie die derzeitigen Schwerpunktsetzungen in der fachspezifischen Lehrerbildung. „In der Koalition und gegenüber dem Bildungsministerium werde ich mich deshalb dafür einsetzen, dass wir den Thüringer Lehrerinnen und Lehrern bestmögliche Hilfestellung bei einer stärkeren Förderung von Mädchen in den MINT-Fächern bieten“, so Marion Rosin abschließend.

 

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