Dagmar Künast, die rentenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, freut sich über die breite Zustimmung des Bundestages zum Rentenpaket der Bundesregierung.
Dagmar Künast, die rentenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, freut sich über die breite Zustimmung des Bundestages zum Rentenpaket der Bundesregierung.
„Das Paket ist ein wichtiger Beitrag für mehr Gerechtigkeit zwischen Ost und West“, sagt Künast mit Verweis auf den heutigen Beschluss in Berlin. Damit werde ein wichtiger Baustein aus dem Regierungsprogramm auf den Weg gebracht. Künast freut sich, dass gerade die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern von dem Paket profitieren werden. Es sei fair, dass bei der abschlagsfreien Rente auch Zeiten der Arbeitslosigkeit angerechnet würden – vorausgesetzt, man könne 45 Versicherungsjahre vorweisen. „Schließlich waren die Menschen im Osten nach der Wende ganz besonders von Arbeitslosigkeit betroffen“, betont die Abgeordnete.
Die Gefahr einer Frühverrentungswelle sieht Künast nicht. Sie gehe vielmehr davon aus, dass Arbeitgeber in Zeiten eines regional absehbaren Fachkräftemangels versuchen werden, ihre Arbeitnehmer zu halten. „Keiner muss, jeder kann aber mit 63 in Rente gehen - wenn die Voraussetzungen stimmen“, betont sie. Wichtig seien in diesem Zusammenhang auch die Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente.
Bedauerlich ist aus Sicht der Abgeordneten, dass die Kindererziehungszeiten im Osten weiterhin mit dem niedrigeren Rentenwert berechnet werden. Hier hatte sich die Thüringer SPD für eine einheitliche Berechnung eingesetzt. Insgesamt sei die Anrechnung eines zusätzlichen Rentenpunktes für vor 1992 geborene Kinder jedoch ein Schritt zu mehr Rentengerechtigkeit.
Neben der Möglichkeit eines früheren Renteneintritts schaffe die Reform auch eine Flexibilisierung der Regelungen für eine Beschäftigung über das gesetzliche Rentenalter hinaus, wenn dies gewünscht sei. Damit werde nicht nur der Lebenswirklichkeit der Menschen Rechnung getragen, das Rentensystem werde auch noch modernisiert.
Homepage Dagmar Künast