Marion Rosin: Lehrerverbeamtung im neuen Schuljahr anpacken!

Veröffentlicht am 30.07.2016 in Bildung & Kultur

Zum Beginn des neuen Schuljahres erklärt Marion Rosin, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: "Thüringens zentrale bildungspolitische Aufgabe im neuen Schuljahr ist die Rückkehr zur Lehrerverbeamtung. Nur so wird es uns gelingen, unsere gut ausgebildeten Nachwuchspädagogen dauerhaft im Freistaat zu halten und im bundesweiten Wettbewerb um qualifiziertes Schulpersonal weiter zu bestehen." Bereits jetzt zögen viele Thüringer Lehramtsabsolventinnen und -absolventen eine Verbeamtung in einem anderen Bundesland einer Einstellung in den Thüringer Schuldienst vor.

"Thüringen geht mit seinem 'Nein' zur Lehrerverbeamtung im Bundesvergleich einen Sonderweg und droht bald schon komplett isoliert zu sein. Derzeit setzen außer dem Freistaat lediglich noch Sachsen und Berlin auf Lehrerinnen und Lehrer im Angestelltenverhältnis. In den Regierungskoalitionen der beiden anderen Bundesländer stehen die Zeichen aber immer stärker auf Einführung der Lehrerverbeamtung", erläutert die Sozialdemokratin.

Die Bildungspolitikerin mahnt, die Debatte zur Lehrerverbeamtung nicht ideologisch zu führen. "Wenn wir zunehmende Schwierigkeiten haben, den Unterricht in Mangelfächern personell abzudecken sowie junge Lehrerinnen und Lehrer in den Grenzregionen zu jenen Bundesländern zu halten, in denen die Verbeamtung üblich ist, dann muss man sich dieser Herausforderung stellen. Wir müssen uns pragmatisch auf die Lösungssuche begeben", sagt Marion Rosin.

Die SPD-Fraktion habe im Juni zusammen mit der Finanzministerin einen Weg aufgezeigt, wie die Lehrerverbeamtung mit nachhaltiger Finanzpolitik sinnvoll verknüpft werden könne. Sie begrüße daher ausdrücklich, dass sich inzwischen auch der Ministerpräsident und die Bildungsministerin für eine Rückkehr zur Lehrerverbeamtung ausgesprochen hätten. "Ich bin optimistisch, dass wir unsere Koalitionspartner in den kommenden Monaten von den Vorzügen unseres Verbeamtungsmodells überzeugen und die notwendigen Gesetzesänderungen zu seiner Umsetzung vorbereiten können", erklärt die Sozialdemokratin abschließend.

 

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