"43.684 Menschen aus den Landkreisen Sonneberg, Saalfeld-Rudolstadt und Saale-Orla würden mehr verdienen, wenn es den gesetzlich garantierten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gäbe. Dies entspräche einem Kaufkraft-Plus von rund 130 Millionen Euro im Jahr", erklärt Christoph
Majewski. Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt würden 18.335 Menschen vom Mindestlohn profitieren, im Saale-Orla-Kreis wären es 14.460 und in Sonneberg 10.889. Zu diesem Ergebnis kommt das Pestel-Institut in Hannover im Rahmen einer Studie für die Gewerkschaften ver.di und
Nahrungs-Genuss-Gaststätten.
"Nur mit der SPD wird es den allgemeinen und flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn geben", stellt der SPD-Bundestagskandidat klar. "Wer Vollzeit arbeitet, muss von seinem Lohn leben können, ohne Aufstockung vom Amt."
"9 Millionen Menschen in Deutschland würden von einem gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde profitieren", sagt Majewski. "In Thüringen würden rund 350 000 Beschäftigte durch einen Mindestlohn finanziell besser gestellt; die Kaufkraft im Freistaat würde sich um rund 900 Millionen Euro jährlich erhöhen."
"Ein gesetzlicher Mindestlohn wäre zuallererst eine Maßnahme, um die Beschäftigten in Deutschland gerechter zu entlohnen. Mit dem Mindestlohn würde sich die finanzielle Lebenssituation für die Betroffen unmittelbar verbessern, so Majewski. Der Mindestlohn ist ein Stück aktive Lebenshilfe. Gleichzeitig könnte der Staatshaushalt sozial ausgewogen konsolidiert werden."
2,7 Milliarden Euro zusätzliche Zahlungen von Einkommensteuer brächte ein Mindestlohn im Jahr. Darüber hinaus würden die Ausgaben für staatliche Transfers wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld um jährlich 1,7 Milliarden Euro sinken. Im Zuge sogenannter Zweitrundeeffekte gäbe es durch erhöhten Konsum außerdem Mehreinnahmen bei den Verbrauchsteuern in Höhe von rund 700 Millionen Euro jährlich. "Addiert man alles, ergibt sich ein Plus für den Staatshaushalt von rund 5 Milliarden Euro im Jahr", rechnet Majewski vor und bezieht sich dabei auf das SPD-Steuer- und Finanzierungskonzept.