Presseerklärung
Erfurt, 1. März 2012
„Die Studie ist eine hervorragende Arbeit, die die nötigen Handlungsempfehlungen gibt, um Thüringen auch in Hinblick auf die Zuwanderung erfolgreich weiterzuentwickeln.“ Regine Kanis, migrationspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, findet lobende Worte für die Migrations-Studie, die am heutigen Vormittag von Petra Heß, der Ausländerbeauftragten des Freistaates Thüringen, an Dr. Hartmut Schubert, den Staatssekretär im Thüringer Sozialministerium, übergeben wurde.
„Unser Freistaat wird in Zukunft auf Zuwanderung angewiesen sein“, prognostiziert Kanis. Anders werde sich der bereits abzeichnende Fachkräftemangel in den kommenden Jahren nicht beheben lassen. Vor diesem Hintergrund sei allerdings ein Ergebnis der Studie besonders besorgniserregend: Laut Professor Dr. Doran Kiesel, der federführend für die Erarbeitung der Studie zuständig war, „lehnen die meisten Befragten ein Verbleiben im Freistaat ab.“ Das müsse sich in Zukunft ändern, erklärt Regine Kanis: „Es ist wichtig, dass wir kein Potenzial verschenken und eine Kultur schaffen, die es Zuwanderern leicht macht, sich in Thüringen niederzulassen.“
Zudem zeigt die Studie auf, dass es in Schulen oder den Verwaltungen immer noch Ressentiments gegenüber Ausländern gebe. Hier müsse verstärkt Aufklärungsarbeit geleistet werden.
Der Ausländeranteil beträgt in Thüringen etwas mehr als zwei Prozent der Bevölkerung. Dieser Anteil sei, so Kanis, „deutlich geringer als ihn die Bevölkerung wahr nimmt“.