Die Landtagsabgeordnete der SPD Regine Kanis (re.) im Gespräch mit Mitgliedern des Seniorenbeirats. Foto:Andreas SchottVieles wurde angesprochen und mit Kritik auch nicht gespart. Mit Blick auf die Landtagswahl in Thüringen wollten Mitglieder des Seniorenbeirates von SPD-Landtagsabgeordneter Regine Kanis eingangs der Gesprächsrunde wissen, wie sie die Chancen der SPD beurteile und was die SPD für Senioren tue.
Thüringen wollte sich Kanis nicht so recht äußern und sagte nur kurz und knapp: "Ich weiß es nicht". Und bei der zweiten Frage verwies sie auf den im Juni erscheinenden Bericht der Landesregierung, der über die Situation der Senioren im Freistaat informieren will. Kritisch sehe sie, warf sie in die Debatte, dass es wohl auch bis 2018 keine vollständige Angleichung der Rentenbezüge für Menschen im Osten gegenüber dem Westen erreicht werden könne.
Friedhold Wöckel kritisierte das Agieren von SPD-Mann Christoph Matschie, der als stellvertretender Regierungschef weder durch Entscheidungen in seinem Ressorts noch zu aktuellen politischen Themen, wie jüngst zur geplanten Stromtrasse, wenig förderlich sei für die SPD, meinte er mit Blick auf die Landtagswahlen.
Karin Präßler sprach das Thema Augenarztversorgung in Hermsdorf an und wollte wissen, ob es nicht doch Lösungen für die Stadt gebe. Regine Kanis verwies auf die Entscheidungen innerhalb der kassenärztlichen Vereinigung. Die hoheitliche Entscheidung liege bei dieser Institution, da könne auch die Landesregierung nicht eingreifen. Dennoch, meinte Kanis, sollte es einen Augenarzt geben, der eine Praxis in Hermsdorf eröffnen wolle, sollte das noch einmal geprüft werden. "Ich sehe für einen positiven Bescheid durchaus Möglichkeiten", so Regine Kanis . Seniorenbeiratschefin Karin Präßler bat die Landtagsabgeordnete um Mithilfe bei Auszahlung von Fördergelder für Seniorenarbeit vor Ort. Im letzten Jahr sei das Programm von der Landesregierung aufgelegt worden. Daraufhin habe der Hermsdorfer Seniorenbeirat im November vergangenen Jahres einen Antrag gestellt und diesen mit einem Projekt untersetzt. Dennoch sei bis heute kein Geld ausgezahlt worden. Kanis versprach, sich des Themas anzunehmen.
Der Beitrag erschien in der OTZ am 25. April 2014.