Riesen-LKW haben auf Thüringer Straßen nichts zu suchen -
Minister Carius soll entsprechende Vereinbarung durchsetzen und sich an Zusagen halten
Verwundert zeigt sich die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Doht, über Presseberichte, nach denen Thüringen zu jenen Ländern gehören soll, die sich am Feldversuch mit überlangen Lastkraftwagen beteiligen. „Die Koalition hat sich eindeutig gegen solche Fahrzeuge auf Thüringer Straßen ausgesprochen“, sagte Doht mit Verweis auf den Koalitionsvertrag.
Laut Doht habe es zuletzt auch im Kabinett eine klare Festlegung in dieser Frage gegeben. Danach sei der Verkehrsminister gefordert gewesen, Thüringens Straßen von Riesen-LKW frei zu halten. „Wenn sich Minister Carius gegenüber seinen Parteifreunden in Berlin hier nicht durchsetzen kann, wäre ich sehr enttäuscht“ sagte die SPD-Verkehrsexpertin.
Doht verwies auch auf die ablehnende Haltung zahlreiche Interessenvertretungen gegenüber den Gigaliner-Pläne der schwarz-gelben Bundesregierung - von der Polizeigewerkschaft bis zum Auto Club. Laut einer Umfrage des ACE Auto Club Europa lehnten 86 Prozent der Befragten das Projekt ab.
Mehr als fraglich sei auch, ob der Einsatz solcher LKW zu einer Politik passe, die einen nachhaltigeren Güterverkehr zu Gunsten der Schiene anstrebe. „Nach meiner Einschätzung - die ich mit vielen Experten teile - würde die Etablierung von Riesen-LKW die angestrebte Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene konterkarieren“, sagte Doht abschließend.