Schulleiterstellen attraktiver machen und zügig besetzen!

Veröffentlicht am 29.05.2015 in Bildung & Kultur

Vor dem Hintergrund der heutigen Plenardebatte zu unbesetzten Schulleiterstellen fordert Marion Rosin, bildungspolitische Sprecherin der Thüringer SPD-Landtagsfraktion: „Insgesamt 40 Schulleiterstellen sind in Thüringen derzeit unbesetzt, davon viele seit mehreren Jahren. Diesem Problem müssen wir uns stellen und rasch tragfähige Lösungen im Sinne der betroffenen Schulen erarbeiten.“

 

 

Besonderer Handlungsbedarf bestehe im Grundschulbereich, denn dort beträfen die Stellenvakanzen vor allem den ländlichen Raum. „Gerade an den kleinen Grundschulen auf dem Land lastet auf den Schulleitern viel Verantwortung, die angesichts sehr kleiner Kollegien nicht einfach auf mehrere Schultern verteilt werden kann. Die Besoldung der Schulleiter und die ihnen in Form von so genannten Abminderungsstunden gewährte zeitliche Entlastung entsprechen dieser hohen Verantwortung aber oftmals nicht. Immer weniger Lehrerinnen und Lehrer sind deshalb bereit, eine Grundschule im ländlichen Raum zu leiten“, erläutert die Bildungspolitikerin die Problematik.

 

„Wir müssen hier dringend gegensteuern. Vor allem an kleinen Grundschulen müssen die Leitungsfunktionen künftig attraktiver ausgestaltet werden“, betont Marion Rosin.

 

Denkbar seien immaterielle Anreize, beispielsweise durch mehr Eigenverantwortung der Schulleitungen bei der Personaleinstellung und Personalentwicklung. Aber auch die materielle Ausstattung der Schulleiterstellen im Grundschulbereich müsse auf den Prüfstand. „Andere Bundesländer mit ähnlichen Problemlagen haben gezeigt, wie man hier erfolgreich vorgehen kann“, sagt die Abgeordnete. Die SPD-Fraktion werde daher einen CDU-Vorschlag zur Thematik im Bildungsausschuss des Landtags sachlich und konstruktiv beraten.

 

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