Die SPD-Landtagsabgeordneten Eleonore Mühlbauer und Wolfgang Lemb haben sich für Lohnerhöhungen in der Baubranche ausgesprochen. „Der Bausektor ist im Aufwind. Das müssen auch die Arbeitnehmer spüren“, betonten sie anlässlich des heutigen Bauarbeiterfrühstücks der Gewerkschaft IG Bau in Weimar und dem damit verbundenen Auftakt des Streikes in der Baubranche.
Außerdem sei es an der Zeit, die Beschäftigten im Osten auf dem Niveau des Westlohns zu bezahlen, erinnerte Mühlbauer. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, müsse auch in der Baubranche gelten, forderte Lemb, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion.
Die Argumente für eine Lohnzurückhaltung sind für die SPD-Politiker nicht schlüssig. Mühlbauer: „In guten Zeiten sollen die Arbeiter keine Erhöhung fordern, weil sonst der Aufschwung gefährdet würde. In schlechten Zeiten muss die schwierige Lage im Betrieb als Argument für die Lohnzurückhaltung herhalten.“
Aber „wann ist dann die rechte Zeit für Lohnforderungen?“ fragte die SPD-Politikerin. Ihr Fazit: „Das passt nicht zusammen. Auch im Bau müssen faire Löhne gezahlt werden.“ Mühlbauer und Lemb wünschen den Verhandlungsführern der IG BAU deshalb ein gutes Händchen für die anstehenden Tarifgespräche.
Ergänzend sei zudem notwendig, dass gerade bei körperlich schweren Tätigkeiten wie auf dem Bau flexible Übergänge in die Rente ermöglicht werden, fügte Mühlbauer hinzu. „Nicht jeder kann bis zur Altersgrenze auf dem Bau arbeiten“, verweist die Sozialdemokratin auf das Rentenpapier der SPD für die Bundestagswahl.