Vor fünfzig Jahren wurde durch den Bau der Berliner Mauer die Teilung Deutschlands für die ganze Welt sichtbar zementiert. Die SED-Diktatur stoppte mit Beton, Stacheldraht und Schießbefehl die Abwanderung ihrer Bürgerinnen und Bürger in die Bundesrepublik.
Die SPD gedenkt in diesen Tagen des Mauerbaus, der den Menschen in Ostdeutschland für lange Zeit Freiheit genommen hat. Sie gedenkt besonders der vielen Frauen und Männer, die in Sehnsucht nach Freiheit an der innerdeutschen Grenze ihr Leben lassen mussten.
Anlässlich des 50. Jahrestags des Mauerbaus äußert sich der Geraer Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb: „Weder in Deutschland noch irgendwo sonst auf der Welt darf der Wille der Menschen zur Freiheit gewaltsam unterdrückt werden. Dies ist gerade für uns Deutsche eine dauerhafte Verpflichtung.“
Der Bau der Mauer beendete auch die eigenständige Existenz der Sozialdemokratie in der DDR: Die SPD schloss ihre letzten Kreisverbände im Osten Berlins mit über 5000 Mitgliedern, die tapfer der Zwangsvereinigung zur SED getrotzt hatten, um sie vor dem Druck und die Drangsalierung durch die Staatssicherheit zu schützen. Die mutige Neugründung der Sozialdemokratie in der DDR im Oktober 1989 beendete das Machtmonopol der Staatspartei SED endgültig.
Der Mauerbau vom August 1961 war nach Meinung des Abgeordneten Lemb ein grausamer wie menschenverachtender Versuch der Unterdrückung, der aber aufgrund des Freiheitswillens der Menschen in der DDR und durch die friedliche Revolution 1989 keinen Bestand hatte.
„Gegen die kollektive Kraft von Menschen, die gemeinsam für ihre Freiheit eintreten, lassen sich keine Mauern errichten – keine Mauern aus Stein, aber auch keine Mauern aus Unfreiheit, Unterdrückung oder Zensur. Für mich als Sozialdemokraten gilt auch in Zukunft: Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Freiheit und keine Freiheit in Ungerechtigkeit.“, so Lemb.
Lemb spendete dieses Jahr bereits mehreren Schulen eine Ausstellung, die den Mauerbau und das Leben in der DDR auf Plakaten darstellte.