Mit Blick auf die von Neonazis angekündigten Aufmärsche vor Asylbewerberheimen in Thüringen ruft Regine Kanis, die Sprecherin für Migration der SPD-Fraktion, die Bürger in den Kommunen zum Protest auf. „Die Flüchtlinge, die in den Heimen leben, brauchen jetzt dringend ein Zeichen unserer Solidarität“, so Kanis heute. Es dürfe nicht sein, dass die ohnehin verunsicherten und teilweise traumatisierten Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften dem braunen Mob ausgeliefert seien. Nicht zuletzt drohe das ohnehin angekratzte Image Thüringens weiter Schaden zu nehmen: „Schließlich hatte der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) hier seine Wurzeln – das dürfen wir niemals vergessen.“ Nicht akzeptabelsind aber auch die Wahlplakate der NPD, auf denen Menschen aus anderen Ländern auf schlimmste Art und Weise verunglimpft würden und Stimmung auf Kosten von Menschen in Not gemacht wird.
Umso wichtiger sei es jetzt, dass die Bürger der Welt die andere Seite des Freistaats zeigten: die von einer friedlichen und toleranten Gesellschaft, in der sich in Not geratene Menschen sicher und willkommen fühlen können. „Es ist ein Akt der Menschlichkeit, dass wir in Not geratene Fremde bei uns aufnehmen und ihnen eine sichere Herberge bieten. Das ist wahre Willkommenskultur.“