SPD Fraktion will mit SED Vermögen für bessere politische Bildung sorgen

Veröffentlicht am 08.05.2009 in Bildung & Kultur

Mit einem Antrag, der die künftige Verwendung der wieder aufgefundenen SED Millionen thematisiert, will die SPD- Fraktion im Thüringer Landtag die Aufarbeitung der DDR- Vergangenheit in Thüringen voran bringen.

Mit dem Antrag, der sich an alle im Landtag vertretenen Parteien richtet,
soll erreicht werden, dass die für den kulturellen Sektor vorgesehenen
Mittel in die Weiterentwicklung der DDR-Gedenkstätten und in eine
bessere Ausstattung von Einrichtungen der politischen Bildung gesteckt
werden. Insgesamt fließen 120 Millionen Euro aus altem SED-Vermögen in
die neuen Bundesländer zurück. Das Geld stammt aus einer Firma in
Österreich, die im Auftrag der SED in den 80-er Jahren
Handelsbeziehungen zwischen der DDR und Österreich organisierte und
dafür Provision kassierte.

„Die Kenntnisse Jugendlicher über die DDR sind leider oft nur
lückenhaft“, begründet SPD-Bildungspolitiker Hans-Jürgen Döring den
Antrag der SPD-Fraktion. Sowohl den Einrichtungen der politischen
Bildung als auch den Gedenkstätten, die sich der Aufarbeitung der
DDR-Vergangenheit widmen, fehle es aber an Geld für eine noch
umfangreichere politisch-pädagogische Arbeit. „20 Jahre nach der Wende
muss es uns eine Verpflichtung sein, dass das DDR-Regime nicht in
Vergessenheit gerät“, sagt Döring.

 

Homepage Hans-Jürgen Döring