Regine Kanis und Matthias Hey diskutieren mit Vertretern der Jugendstation Jena/Saale-Holzland-Kreis.Von der guten Arbeit der Jugendstation Jena/Saale-Holzland-Kreis konnten sich am 14. August 2014 Mitglieder des Arbeitskreises Haushalt, Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten der SPD-Landtagsfraktion Thüringen überzeugen.
Im Beisein von Vertretern aus dem Thüringer Justiz- und Innenministerium diskutierten der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hey und seine Fraktionskollegin Regine Kanis mit den beteiligten Vertretern von Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendgerichtshilfe über die Arbeit der Jugendstation. Dabei wurde auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse über mögliche Konsequenzen für die weitere Arbeit der Station sowie über die Voraussetzungen für die Einrichtung weiterer Jugendstationen im ländlichen Raum gesprochen. Ein Ergebnis der Diskussion sei, dass es aus Kostengründen an einer notwendigen wissenschaftlichen Begleitung der Arbeit gefehlt habe. Die Abgeordneten der SPD-Fraktion wollen sich nach der Sommerpause diesem Thema annehmen und nach Lösungen suchen.
Die Jugendstation Jena/Saale-Holzland-Kreis hatte im Frühjahr 2011 ihre Arbeit aufgenommen und soll nach der 3-jährigen Pilotphase in den Regelbetrieb überführt werden. Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt dieses Anliegen. Zugleich setzen sich die Thüringer Sozialdemokraten für die Einrichtung weiterer Jugendstationen im Freistaat Thüringen ein. Denn neben der Station Jena/Saale-Holzland-Kreis gibt es nur noch eine in Gera.
In Jugendstationen bearbeiten Staatsanwälte, Polizisten und Sozialarbeiter Straftaten von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden gemeinsam auf. Dadurch gelinge es, Ermittlungsverfahren rascher abzuschließen, weil alle Vertreter der beteiligten Behörden unter einem Dach zusammenarbeiten und die Wege dadurch sehr kurz sind. So könne die Strafe unmittelbar erfolgen, wodurch der einzelne straffällig gewordene Jugendliche sich der Konsequenz für sein strafbares Verhalten oft eher bewusst würde. Die Kooperationsbereitschaft der jungen Straftäter würde durch die intensive Betreuung und die vertraute Umgebung der Jugendstation über den gesamten Strafprozess erhöht. So würden in den Jugendstationen Gera und Jena im Trend innerhalb eines Monats etwa doppelt so viele Ermittlungsverfahren abgeschlossen, wie in den übrigen vergleichbaren mit Jugendstraftaten beschäftigten Dezernaten der Staatsanwaltschaft Gera.