SPD-Politiker Lemb enttäuscht von Entscheidung des Gläubigerausschusses

Veröffentlicht am 01.06.2012 in Allgemein

Schlecker-Mitarbeiter müssen schnell in andere Beschäftigungen vermittelt werden

Schwer enttäuscht zeigt sich Wolfgang Lemb, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, von der Entscheidung des Gläubigerausschusses, die Drogeriemarktkette Schlecker abzuwickeln. „Ich hätte mir eine andere Entscheidung gewünscht. Diese Entscheidung hat zur Folge, dass mehr als 13 000 Beschäftigte bundesweit und rund 400 Schlecker-Angestellte in Thüringen ihren Job verlieren werden. Viele Frauen, die in Thüringen vor mehr als 20 Jahren die Regale in den Filialen einräumten, müssen sie nun wieder ausräumen – zum letzten Mal. Das ist ein schwarzer Tag für alle Schlecker-Mitarbeiter und macht mich auch persönlich betroffen“, so Lemb. „Die Arbeitsagenturen müssen nun schleunigst alle Bemühungen unternehmen, um möglichst alle Beschäftigten bei Schlecker bald in neue Jobs zu vermitteln“, so Lemb weiter. Außerdem müssten durch die Arbeitsagenturen auch weitere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie etwa Umschulungen in ausreichender Zahl angeboten werden.

Zudem erwarte er vom Insolvenzverwalter, auch weiterhin nach
Möglichkeiten suchen, eine Abwicklung zu vermeiden.

„Natürlich müssen wir die Entscheidung des Gläubigerausschusses zur
Kenntnis zu nehmen. Aber – das zeigen auch Beispiele aus der
Vergangenheit – solange die Filialen nicht leer geräumt sind, bleibt
ein Funken Hoffnung“, so der Abgeordnete.

Der Wirtschaftspolitiker erinnert in diesem Zusammenhang auch an die
Ablehnung der FDP, eine Transfergesellschaft zu gründen: „Jetzt zeigt
sich, was für eine unverantwortliche und arbeitnehmerfeindliche
Entscheidung das war. Die Schlecker-Beschäftigten werden voraussichtlich
von heute auf morgen auf der Straße stehen. Damit werden nicht nur
Arbeitsplätze vernichtet, sondern auch Kaufkraft und wirtschaftliche
Dynamik. Ich erwarte von einem Bundeswirtschaftsminister eigentlich,
dass er für Dynamik sorgt und nicht, dass er sie verhindert.“

 

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