Die designierte SPD-Landratskandidatin Bettina FellerDie designierte SPD-Landratskandidatin Bettina Feller kritisiert Äußerungen des amtierenden Landrats Sieghardt Rydzewski, wonach dieser jüngst auf dem OVZ-Forum in Nobitz die Befürchtung äußerte, dass kein ländlicher Raum mehr übrig bliebe, wenn alle fünf Städte des Landkreises ihr Umfeld eingemeinden.
„Ein Landkreis nur mit ländlichem Raum ist in seiner Entwicklung genauso eingeschränkt wie eine Stärkung der zentralen Orte ohne Augenmaß. Es kann eine Ausrichtung des Landkreises für die zukünftigen Aufgaben nur durch ein Miteinander der Städte und Gemeinden geben. Immerhin leben zwei Drittel der Einwohner in den Städten des Landkreises. Ich vermisse die vermittelnde Rolle des Landrates in dieser Angelegenheit“, wirft Feller dem Amtsinhaber Populismus vor. Nach ihrer Ansicht schüre der Landrat Ängste vor Großeingemeindungen, die nicht zur Debatte stünden.
„Der Gößnitzer Bürgermeister hat Recht, wenn er von Gößnitz als ländlichem Raum spricht. Bezogen auf die Einwohnergröße besitzt die Pleißestadt nur unwesentlich mehr Einwohner als die Gemeinde Nobitz. Ich halte daher wenig von der strikten Trennung von Stadt und ländlichem Raum im Altenburger Land. Das Beispiel Saara-Nobitz zeigt, dass wir eine grundsätzliche Diskussion über zukünftige Gebietsstrukturen im Landkreis führen sollten, die wir als Vorlage dem Freistaat präsentieren können, bevor das Land für uns entscheidet“, sieht Feller alle Gemeinden und Städte des Landkreises zur Vorarbeit in der Pflicht.
SPD-Kreisvorstand