Stolpersteine für Familie Schoenlank

Veröffentlicht am 27.09.2013 in Allgemein

Cornelia Kraffzick, Landrätin Antje Hochwind und Dorothea Marx bei der Verlegung der Stolpersteine

Dorothea Marx stiftete einen dieser Stolpersteine

Am Freitag, dem 27. September 2013 wurden in Sondershausen wieder Stolpersteine verlegt, diesmal für die aus Sondershausen vertriebenen Familien Kaufmann und Schoenlank. Die Verlegung der Steine für Dina und Margarete Schoenlank erfolgt auf Anregung des SPD-Kreisverbandes.

Beide Frauen gehörten der jüdischen Familie Schoenlank an. Familie Schoenlank lebte lange in Sondershausen und zwar auf dem Gelände der damaligen Synagoge in der Bebrastraße. Sie prägte über sieben Jahrzehnte das öffentliche Leben in der Stadt. Bruno Schoenlank (sen.), ein prägender Kopf der damaligen Sozialdemokratie, verlebte in Sondershausen seine Kinder- und Jugendjahre.
Die Steine wurde am Standort des ehemaligen Wohnhauses der Familie Schoenlank, wo sich auch die Sondershäuser Synagoge befand, in der Bebrastraße 6 verlegt. Die beiden Stolpersteine wurden von der Landrätin Antje Hochwind (SPD) und der Landtagsabgeordneten Dorothea Marx (SPD) gestiftet. Die Verlegung der Steine wurden von dem Künstler Gunter Demnig durchgeführt.

Hintergrund:

Stolpersteine sind Gedenksteine, die an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, Sinti und Roma, von politisch und religiös Verfolgten, von Homosexuellen und "Euthanasie"-Opfern während der nationalsozialistischen Diktatur 1933-1945 erinnern. Stolpersteine haben die Form von Pflastersteinen und werden wie diese im Gehweg vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnsitz oder dem Wirkungsort des Opfers verlegt; eine Messingplatte auf ihrer Oberseite trägt eine Inschrift mit Namen und Daten zum Schicksal jeder einzelnen Person.

 

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