Verkauf des Herrenhauses in Guthmannshausen: Metz fordert Aufklärung und Frühwarnsystem

Veröffentlicht am 18.10.2011 in Kampf gegen Menschenfeindlichkeit

Eine zügige und umfassende Aufklärung fordert der Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus der SPD-Landtagsfraktion, Peter Metz, bezüglich des Kaufs eines Herrenhauses in Guthmannshausen durch eine Strohfrau des rechtsextremen Vereins „Gedächtnisstätte“.

„Ich frage mich, wie ein derart schwerwiegender Fehler passieren konnte“, so Metz. „Gerade vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus Pößneck hätte der Verkauf eines solch geschichtsträchtigen Gebäudes sorgfältiger geprüft werden müssen“, so Metz weiter. Der Abgeordnete sieht nun das Thüringer Finanzministerium, das als Aufsichtsbehörde für die Thüringer Liegenschaftsgesellschaft fungiert, in der Pflicht, den Verkaufsvorgang genau zu prüfen und zu klären, wieso die Mitgliedschaft der Käuferin im Verein „Gedächtnisstätte“ offenbar niemanden aufgefallen sei.

„Alle Ministerien sind aufgefordert, sich aktiv gegen den Rechtsextremismus zu wenden“, betont er. Das habe die Landesregierung
durch die Einführung des Programms für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz unterstrichen.

Der Abgeordnete fordert zudem die Thüringer Landesregierung dazu auf, eine Strategie zur Verhinderung derartiger Ankäufe durch Rechtsextreme in Zukunft zu entwickeln. „Ich stelle mir darunter eine Art Frühwarnsystem vor, das die wahre Gesinnung etwaiger Käufer rechtzeitig entlarvt“, so der SPD-Politiker.

 

Homepage Peter Metz, MdL - SPD