Was für Opel galt, muss auch für Schlecker gelten!

Veröffentlicht am 20.03.2012 in Arbeit & Wirtschaft

Wolfgang Lemb

Eine Transfergesellschaft soll tausende Schlecker-Mitarbeiter vor dem wirtschaftlichen Desaster bewahren und schnell in neue Beschäftigungsverhältnisse vermitteln. Doch die Frage der Finanzierung dieser so genannten Auffanggesellschaft bleibt kritisch.

Der Grund: Ein Kredit der staatlichen Förderbank KfW wird nur in Aussicht gestellt, wenn die von der Schlecker-Pleite betroffenen Länder die volle Haftung übernehmen. Nun drängt Wolfgang Lemb, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, auf eine schnelle und ausgewogene Einigung in der Finanzierungsfrage.

Der Landtagsabgeordnete fordert Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht deshalb dazu auf, sich "im Bund dafür stark zu machen, dass eine Bürgschaft anteilig von Bund und Ländern gemeinsam getragen wird." Schließlich habe die Schlecker-Insolvenz nationale Ausmaße. "Was einst für Opel galt, muss jetzt auch für Schlecker gelten", so Lemb.

Damit solle der Streit über die Finanzierung einer Transfergesellschaft ein schnelles Ende finden. "Die Schlecker-Mitarbeiter haben mit den bevorstehenden Entlassungen so schon genug zu kämpfen", so der SPD-Politiker. "Wir müssen dafür sorgen, dass sie schnellstmöglich Klarheit erhalten." Eine Transfergesellschaft sei deshalb, "das Mindeste, was den betroffenen Mitarbeitern nun geboten werden müsse".

Laut Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz könnten insgesamt 11.750 Arbeitsplätze wegfallen. In Thüringen sind rund 800 Stellen betroffen.

 

Homepage Wolfgang Lemb