Mehr Anerkennung für Erzieherinnen und Erzieher

Veröffentlicht am 11.05.2015 in Bildung & Kultur

„Kita-Erzieherinnen und Erzieher brauchen mehr Wertschätzung ihrer Arbeit. Das muss sich auch im Geldbeutel bemerkbar machen“, erklärt Marion Rosin, bildungspolitische Sprecherin der Thüringer SPD-Fraktion zum heutigen Streikbeginn der Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten und fordert die Arbeitgeber auf, ein angemessenes Angebot zu unterbreiten.

Gleichzeitig wirbt die SPD-Bildungspolitikerin um Verständnis für den Kita-Streik: „Die Anforderungen im Kita-Bereich sind in den letzten Jahren enorm gewachsen. Eine finanzielle Aufwertung des Erzieherberufs ist da mehr als angemessen. Die Arbeit in den Kindertagesstätten lässt sich nicht auf Betreuung und Erziehung reduzieren. Vielmehr nehmen die Kita-Erzieherinnen und Erzieher eine zentrale Rolle bei der Vermittlung frühkindlicher Bildung und Förderung ein und sorgen so für einen guten Einstieg in die Bildungsbiographien unserer Kinder. Sie arbeiten an der Inklusion im Bildungsbereich mit, kümmern sich um Kinder aus prekären Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund und engagieren sich bei der Sprech- und Sprachbildung. Das alles zeigt, wie umfangreich sich die Arbeit unserer Erzieherinnen und Erzieher gestaltet und welche Bedeutung ihr für die Zukunft unserer Kinder zukommt.“

In Thüringen stelle sich der Kita-Bereich mit der Umsetzung des Thüringer Bildungsplans einer weiteren Herausforderung in der frühkindlichen Bildung. „Hier engagieren sich die Kita-Erzieherinnen und Erzieher in ganz besonderem Maße. Gleichzeitig wachsen mit der Umsetzung des Bildungsplans die Anforderungen an ihre berufliche Qualifikation kontinuierlich. Das sollte mehr gesellschaftliche Wertschätzung erfahren.“ Die Bildungspolitikerin fordert daher die kommunalen Arbeitgeberverbände auf, endlich ein konkretes Tarifangebot auf den Tisch zu legen. „Ich bin selbst Mutter eines Kindergartenkindes und ich weiß, dass ein Streik für alle Eltern auch Schwierigkeiten mit sich bringt. Deswegen wäre es gut, möglichst bald zu einem für beide Verhandlungspartner angemessenen Tarifangebot zu gelangen“, sagt Marion Rosin abschließend.

 

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