Regine Kanis, selbst Grund- und Förderschullehrerin, begrüßt ausdrücklich die heutige Erklärung von Bildungsminister Christoph Matschie zum Einstellungskorridor für Lehrer: „Die 400 Lehrer-Neueinstellungen sind eine wichtige Weichenstellung für eine bessere Unterrichtsabsicherung. Dadurch können wir den Stundenausfall an Thüringer Schulen weiter vermindern.“ Der diesjährige Einstellungskorridor für Nachwuchspädagogen sei laut Bildungsministerium mit Beginn des neuen Schuljahrs komplett ausgeschöpft worden.
„Ab 2015 muss der Freistaat aber noch mehr tun. Wir müssen jährlich mindestens 500 neue Lehrerinnen und Lehrer einstellen, um endlich eine regional differenzierte Vertretungsreserve aufbauen zu können“, fordert Kanis. Die SPD habe bereits in diesem Jahr den Einstellungskorridor auf 500 Vollzeitstellen erweitern wollen, sei aber am Widerstand der CDU gescheitert.
Positiv bewertet der Bildungsfachfra auch die Entwicklung der Gemeinschaftsschulen. „In weniger als fünf Jahren sind fast 50 Gemeinschaftsschulen entstanden. Diese Zahl kann sich sehen lassen!“ Es zeige sich, dass der von der SPD eingeschlagene Weg der richtige gewesen sei – das längere gemeinsame Lernen in Thüringen schrittweise und am konkreten Bedarf vor Ort orientiert einzuführen. „In der nächsten Legislaturperiode wollen wir die Gemeinschaftsschule weiter in die Fläche bringen. Das Interesse am längeren gemeinsamen Lernen ist in den Regionen nach wie vor sehr groß“, sagt Kanis. Besonders im ländlichen Raum seien die Potenziale der Gemeinschaftsschule noch bei weitem nicht ausgeschöpft.