Gedenken an Opfer der REIMAHG

Veröffentlicht am 12.05.2014 in Allgemein

Zum 50. Mal fand am Samstag im Leubengrund bei Kahla die Gedenkveranstaltung für die Opfer der REIMAHG statt. Zwischen 1944 und 1945 starben hier 2.000 Menschen. Sie wurden als Zwangsarbeiter Opfer eines menschenverachtenden Regimes, dessen Ideologie leider auch heute noch gärt.

Zahlreiche Angehörige von Zwangsarbeitern aus neun Nationen gedachten der Toten und der Überlebenden. Zwei ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen und Italien haben noch persönlich die Strapazen der Reise auf sich genommen, um vor Ort zu mahnen.

Der Bürgermeister der italienischen Stadt Castelnovo ne´Monti, Luca Marconi, war mit einer Schulkasse angereist und erinnerte die Zuhörer daran, dass Krieg, Hass und Nationalismus noch nicht überwunden seien. Die Ukraine führe uns dies aktuell vor Augen. Er schlug eine Brücke zur anstehenden Europawahl am 25. Mai. Marconi hoffe, dass die Menschen das Gedenken an die Gräuel des Natinalsozialismus zum Anlass nehmen, bei den Wahlen die richtige Entscheidung zu treffen.

In einer Grußbotschaft ließ ein ehemaliger niederländischer Zwangsarbeiter ausrichten, wir sollten alle gemeinsam für eine Zukunft arbeiten, in der Freundschaft, Toleranz und Menschlichkeit gelebt werden. Der 93jährige konnte nicht mehr selbst anreisen.

Regien Kanis Mitarbeiterin Irene Schlotter legte gemeinsam mit Hans-Christian Schmidt vom Ortsverein Kahla einen Kranz nieder und gedachte der Opfer.

 

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