Die Thüringer Gemeinschaftsschule als Chance für veränderte Lern- und Schulkultur nutzen.
Entgegen der Aussagen von dem OTZ Redakteur U. Ratgeber (OTZ vom 05.06.2010) stehe ich hinter dem Konzept der Gemeinschaftsschule und bin der Meinung, dass sie in ganz Thüringen eingeführt werden kann, wenn auch nicht jede Gemeinschaftsschule eine gymnasiale Oberstufe haben wird.
Dabei steht im Vordergrund, dass sich die Schulen mit ihrern Eltern entschließen ein pädagogisches Konzept für diese neue Schulform zu erarbeiten und umzusetzen, welches für ihre Schule die Chance zu einer Weiterentwicklung im Interesse der Kinder darstellt.
Durch die Möglichkeit, dass Schulen vor Ort entscheiden, ob sie mit Grund-schulen und Gymnasien kooperieren oder selbst die Klasse 1-12 anbieten wollen, wird den regionalen Gegebenheiten Rechnung getragen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass sich eine Entwicklung im Interesse des Kindes, ähnlich wie die Entwicklung der Förderzentren seit 1996, zur inneren Gestaltung des Unterrichtes und der Schulkultur als Prozess auch für die Thüringer Gemeinschaftsschule erfolgreich gestaltet. Es gibt in Thüringen sehr engagierte Lehrer, die ein längeres gemeinsames Lernen für alle Kinder als einen wichtigen pädagogischen Weg ansehen.