Positive Entwicklung durch konsequente Wirtschaftsförderung und Anreize für Studenten verstärken
Keinen Grund zum Feiern, aber eine positive Entwicklung sieht der Geraer Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb (SPD) in Bezug auf die Bevölkerungsentwicklung in Gera. Einer Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik sei zu entnehmen, dass Gera leichte Wanderungsgewinne verbuchen könne.
„Obwohl die Stadt keine klassische Hochschule besitzt, liegen wir nur knapp hinter Jena, Erfurt und Weimar und damit über dem Landesdurchschnitt des Bevölkerungsrückganges. Diese positive Tendenz müssen wir weiter verstärken.“, berichtet Lemb.
„Der Bevölkerungsanstieg in Jena, Erfurt und Weimar ist im Wesentlichen auf die Anreize für Studierende zurückzuführen, die dazu animiert werden, ihren Hauptwohnsitz in der jeweiligen Stadt anzumelden. Auch die gemeinsame Wirtschaftsförderung der drei Städte zeigt Wirkung.
Das heißt für Gera: Wir müssen unsere hiesigen Studenten hegen und pflegen und ihnen Anreize für die Hauptwohnsitznahme in Gera bieten. Und wir müssen uns wirtschaftlich eng mit den anderen drei Städten verzahnen. Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat diesen Bedarf bereits erkannt und in der Studie „Zukunft Ost“ eine Ausweitung der Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena auf Gera und Eisenach angeraten.“, erläutert der Abgeordnete, der auch wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist.
Der geringere Bevölkerungsrückgang sei auch vor dem Hintergrund erfreulich, dass Gera derzeit eben keine Anreize biete, damit Studierende den Hauptwohnsitz in dem Ostthüringer Oberzentrum angeben.
Aus Sicht des Sozialdemokraten müsse es gemeinsames Anliegen sein, gute Entwicklungen der Stadt hervorzuheben und sich weniger auf Probleme zu fokussieren. Nur so könne jungen Menschen verdeutlicht werden, dass Gera eine Stadt mit Zukunft ist.
„Natürlich gehören gute Löhne und Arbeitsmarktperspektiven dazu, wenn wir Menschen in die Region locken oder hierhalten wollen. Wir sollten aber auch die Bevölkerungsentwicklung als gestaltbar wahrnehmen und alle Wege nutzen, um Wanderungsgewinne zu erzielen. Im Klartext: Wir müssen Gera als attraktive Stadt verkaufen, die sie ja auch ist.“, meint Lemb abschließend.