„Die neue Bauordnung bringt umfangreiche Änderungen mit zeitgemäßen Regelungen und höheren Standards im Bereich der Barrierefreiheit.“ So fasst Dagmar Künast, Sprecherin für Menschen mit Behinderung der SPD-Landtagsfraktion, die aktuell im Landtag verabschiedete Neufassung der Thüringer Bauordnung aus Sicht der Menschen mit Behinderung zusammen.
Laut Künast haben SPD und CDU mit der neuen Thüringer Bauordnung dem Umstand Rechnung getragen, dass sich die Anforderungen an bauliche Gegebenheiten hin zu mehr Barrierefreiheit in den zurückliegenden Jahren deutlich verändert haben. Als Beispiele für die Verbesserungen nannte die SPD-Politikerin, dass barrierefreie Anlagen künftig auch über barrierefreie Stellplätze und Toiletten verfügen müssen. Zudem müssen Aufzüge mit Sprachmodulen ausgerüstet sein. „Unser Ziel muss es nun sein, auf der Grundlage der neuen Regelungen im öffentlichen Bereich - in Schulen, Sportanlagen, Rathäusern und touristische Einrichtungen - den Zugang und die Nutzung für alle Menschen zu gewährleisten und Thüringen so noch lebenswerter zu machen“, sagte Künast. Um dem demografischen Wandel Rechnung zu tragen, müssten noch mehr der bereits bestehenden Gebäude barrierefrei umgerüstet werden. „Dazu müssen wir bei den künftigen Haushaltsverhandlungen sicherstellen, dass ausreichende Finanzmittel zur Herstellung von Barrierefreiheit veranschlagt werden“, so Künast abschließend.