SPD-Politikerin Doht begrüßt Vorschläge zur Mietpreisbremse / Linke will zurück in alte Zeiten
Sabine Doht, die Sprecherin für Bau der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, begrüßt das gestern in Berlin im Rahmen der Koalitionsverhandlungen beschlossene „Paket für bezahlbares Bauen und Wohnen“. „Das ist ein erster wichtiger Schritt, um den teilweise überhitzten Wohnungsmarkt in Deutschland zu beruhigen“, so Doht heute. Die von der SPD durchgesetzte Mietpreisbremse löse die Wohnungsnot in den großen Städten aber natürlich nicht allein, betont die Bauexpertin.
Nötig sei vielmehr eine gezielte Wohnbauförderung - nicht nur im sozialen, sondern auch im frei finanzierten Wohnungsbau. Wichtig sei deshalb, dass die von der SPD vorgesehene Mietpreisbremse nur für den Wohnungsmarkt im Bestand gelten solle, nicht aber für Neubauten.
Die Kritik der Linken an der vorgesehenen Mietpreisbremse weist Doht zurück. „Würden die Vorschläge von Frau Sedlacik umgesetzt, dann wäre das die nahtlose Fortsetzung der DDR-Wohnraumpolitik. 1989 fehlten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR 100.000 Wohnungen; die meisten Altbauten waren in einem jämmerlichen Zustand“, erinnert sie.
Doht plädiert deshalb dafür, neben der Regulierung der Mieten und gezielten Investitionen in den Wohnungsbau für eine Fortführung der Städtebauförderung auf hohem Niveau. Mehr hochwertiger Wohnraum in den betroffenen Städten werde den Druck von den sogenannten 1-A-Wohnlagen nehmen. Schließlich präge das städtebauliche Umfeld auch die Qualität der Wohnlage.
Franzisca Friedrich
Stellvertretende Pressesprecherin