SPD-Polizeiexperte Gentzel nach Besuch der Landespolizeidirektion: Landeseinsatzzentrale ist als Kernstück der Strukturreform eine wichtige Investition die Zukunft der Thüringer Polizei.
Mit der Fertigstellung der Landeseinsatzzentrale werden die Landespolizeiinspektionen von Verwaltungsaufgaben erheblich entlastet und können sich wieder verstärkt auf ihre Kernaufgaben, die Polizeiarbeit, konzentrieren. Davon ist der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Heiko Gentzel, nach einem Besuch der neu geschaffenen Landespolizeidirektion überzeugt. „Indem die Landeseinsatzzentrale die bisherigen Aufgaben der Einsatzzentralen der sieben Landespolizeiinspektionen sowie des Lagezentrums der Thüringer Landesregierung zentralisiert wahrnimmt, ist ein effektiverer Einsatz der Polizeibeamten vor Ort möglich“, so Gentzel. Denn einen erheblichen Teil der Polizeikräfte, die damit im Verwaltungsapparat eingespart werden, könne man dann der Polizeiarbeit zuführen. Gentzel: „Ich bin mir sicher, dass wir auf dieses Weise effizienter, schneller und kostengünstiger für die Sicherheit der Menschen in Thüringen sorgen können.“
Gentzel und die Innenpolitiker der SPD-Landtagsfraktion hatten sich am Montag in der neuen Landespolizeidirektion mit deren Präsidenten Winfried Bischler ausgetauscht und sich unter anderem auch über den Baufortschritt an der Landeseinsatzzentrale informiert. „Die Bauarbeiten liegen trotz der besonderen Herausforderungen bei diesem Mammutprojekt noch im Plan und lassen die Aufnahme des regulären Betriebs Anfang 2014 als realistisch erscheinen“, resümierte der SPD-Innenpolitiker.
Für Gentzel ist die Landeseinsatzzentrale das Schlüsselprojekt der laufenden Polizeistrukturreform. „Die Möglichkeit der zentralen Einsatzführung in ganz Thüringen, der schnellen und umfassende Lageauswertung und der zentralen Kräfte- und Mitteldisposition werden die polizeiliche Arbeit in Thüringen grundlegend verändern“, zeigt sich der SPD-Innenpolitiker überzeugt.
Die Gefahr, dass unter der Zentralisierung auch die Qualität der Bearbeitung leiden könnte, sieht Gentzel nicht. „Ein großer Vorteil ist, dass man mit dem neuen System auch Polizeibereichs-übergreifend handeln kann und mit der neuen GPS-Technik auf einen Blick sieht, wo welche Kräfte verfügbar sind. Das wird die Qualität der polizeilichen Arbeit spürbar verbessern“, so Gentzel.
Kritisiert wurde von allen Beteiligten des Treffens erneut die unbefriedigende Beförderungssituation. Gentzel forderte abermals, die zugesagten Beförderungen umzusetzen und wies auf die sonst eingeschränkten Gestaltungsspielräume bei der Personalentwicklung insbesondere im Führungskräftebereich und auf die Motivationsprobleme hin. In der Koalition habe man vereinbart, dass jährlich mindestens zehn Prozent der Polizisten befördert werden. „Unsere Polizei leistet seit Jahren eine hervorragende Arbeit. Dies gilt es zu honorieren. Auch muss es unser Anliegen sein, die Attraktivität des Polizeidienstes zu erhalten und bessere Aufstiegschancen zu ermöglichen“, so Gentzel abschließend.
Georg Grünewald, Pressesprecher