Unverständnis für Teilumzug des Geraer Finanzamtes

Veröffentlicht am 05.11.2010 in Steuern & Finanzen

Der SPD Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb äußert sein Unverständnis für die Pläne der Thüringer Finanzministerin Marion Walsmann, Teile des Finanzamts Gera nach Jena zu verlegen. Rund ein Drittel der in Gera bearbeiteten Anträge sollen demnach zukünftig in Jena bearbeitet werden.

„Steuerberater sitzen im Zweifel in München oder Leipzig. Außerdem kann ich die Beschäftigten nur in ihrer Aussage unterstützen, dass mit diesem Vorgehen gut funktionierende Strukturen zerschlagen werden.“, so Lemb. Die Ministerin treffe scheinbar leichtfertig eine nicht nachvollziehbare Entscheidung.

„Man kann nicht in Haushaltsverhandlungen konstant zum Sparen auffordern und dann im eigenen Haus unvernünftige Umzugspläne aufstellen. Wenn Frau Walsmann es mit dem Sparen ernst meinen würde, würde sie diesen Gedanken ganz schnell wieder verwerfen. Das Finanzamt in Gera funktioniert sehr gut.“, so der Sozialdemokrat weiter. Zudem müsse das Land ein Interesse haben Gera als drittes Oberzentrum in Thüringen wieder zu stärken und nicht weiter zu schwächen. Der Abgeordnete fordert die Ministerin auf, ihre Pläne zu überdenken und der Stadt Gera keinen weiteren Bärendienst zu erweisen.

 

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