„Thüringen hat sich heute auf den Weg gemacht, wieder ein Stück moderner zu werden.“ Das sagt SPD-Wirtschaftspolitiker Wolfgang Lemb mit Blick auf die heute von Thüringens Wirtschaftsminister Machnig (SPD) vorgelegte Strategie zum Ausbau des Breitbandnetzes.
„Der Freistaat hat an dieser Stelle einen enormen Nachholbedarf“, konstatiert Lemb und verweist darauf, dass in der zurückliegenden Legislatur beim Ausbau des schnellen Internets weitestgehend Stillstand geherrscht habe. Wolle Thüringen auf längere Sicht als Wirtschaftsstandort attraktiv bleiben, dann sei ein schnelles Internet unabdingbar. Vor allem auf dem Land gebe es zahlreiche weiße Flecken.
„Für die Unternehmen ist eine hochleistungsfähige Breitbandversorgung heute so wichtig wie im vorletzten Jahrhundert der Ausbau des Schienennetzes für den Güterverkehr“, so Lemb. Der SPD-Politiker plädiert für ein realistisches Ausbauszenario. Die vom Landtag beschlossene Ziele einer zügigen Versorgung mit Anschlüssen, die eine Übertragung von 2 MBit/s sicherstellen, sei sehr ambitioniert. Gleichwohl sei eine deutlich höhere Übertragungsrate heute schon in vielen Bereichen dringend erforderlich.