CDU verhindert wichtigste Weichenstellung bei Managergehältern

Veröffentlicht am 07.03.2009 in Arbeit & Wirtschaft

Wolfgang Lemb hat das Ergebnis des Koalitionsausschusses zum Thema Managervergütung als unzureichend bezeichnet. „Zwar gehen die vereinbarten Punkte in die richtige Richtung,
besonders die Verpflichtung, die Vergütungen an die langfristige Entwicklung der Unternehmen zu binden, doch der wichtigste Punkt wurde offenbar durch die CDU verhindert: eine klare gesetzliche Festlegung im § 76 Aktiengesetz zu schaffen, nach der Unternehmen auch im Interesse des Gemeinwohls und der Arbeitnehmer zu führen sind", so Lemb. Gerade das sei aber aufgrund der aktuellen Situation die richtige Konsequenz.

Dass ausgerechnet die CDU das Gemeinwohl als Kernbegriff der sozialen Marktwirtschaft
nicht in das Aktiengesetz schreiben will beweise, dass sie aus der Krise nichts gelernt
habe und an der bisherigen verfehlten Art des Wirtschaftens nichts ändern wolle. „Dabei wäre diese gesetzliche Klarstellung auch deshalb notwendig gewesen, weil sie die
Abwehr von ,Heuschrecken’ und anderen anonymen Finanzinvestoren erleichtern würde.“

 

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