Gera. 150 Menschen demonstrierten am Sonnabend in Gera gegen Atomstrom. Grüne, Linke und SPD hatten zu der Protestveranstaltung mit Kundgebung auf dem Markt, Demonstrationszug durch die Innenstadt und Gebet in der Trinitatiskirche aufgerufen.
Gera. 150 Menschen demonstrierten am Sonnabend in Gera gegen Atomstrom. Grüne, Linke und SPD hatten zu der Protestveranstaltung mit Kundgebung auf dem Markt, Demonstrationszug durch die Innenstadt und Gebet in der Trinitatiskirche aufgerufen.
"Die müsste man einsperren", schimpft Karl-Heinz Deckwirt angesichts des Kraftwerksunglücks in Japan auf die Atomlobby. Die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien, außer Bioenergie, müsse vorangetrieben werden. "Das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig", sagt Ursula Deckwirt und weist gleich auf den Familiennachwuchs, den sie zur Demonstration mitbrachten. Ihren Beitrag haben die Deckwirts geleistet: Sie beziehen Ökostrom und glauben auch, dass jeder durchaus seinen Energieverbrauch etwas einschränken könnte. "Atomkraftwerke gehören abgeschaltet. Sie sind nicht notwendig", meint auch Maren Schmidt. Sie bezieht den "normalen" Strom von den Stadtwerken aber da steckt immer noch Atomstrom drin. Dass es Alternativen auch in Gera gibt, war ihr bisher nicht bekannt. Mancher Kundgebungsteilnehmer wunderte sich, dass Parteien gleich mit Fahnen aufmarschiert waren und fühlte sich vereinnahmt mit seinem Protest gegen die Kernenergie.
Quelle (Text): OTZ Gera

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