Metz im Gespräch mit türkeistämmigen Mandatsträgern

Veröffentlicht am 18.11.2012 in Allgemein

Wie weltoffen sind die Thüringer? Wie gehen sie mit Menschen um, die nicht in Deutschland geboren wurden oder die ihre Wurzeln im Ausland haben? Kurzum: Wie ist es um die Integration von Ausländern in den ostdeutschen Bundesländern bestellt?
Gemeinsam mit Sozialministerin Heike Taubert und seinem Kollegen Dirk Adams von den Grünen beantwortete Peter Metz (im Bild mit Murat Polat, SPD-Kreistagsmitglied aus Solms) Fragen der Mitglieder des Netzwerkes türkeistämmiger Mandatsträger, die sich diesmal Erfurt für ihr Treffen ausgesucht hatten. Viele Fragen drehten sich um das Thema NS-Terrorserie und die Arbeit der Untersuchungsausschüsse. Und wie konnte die rechte Szene in Thüringen in den 90-er Jahren so erstarken, quasi an den Behörden vorbei?

Peter Metz wies darauf hin, dass es der Politik und der Öffentlichkeit damals, wenige Jahre nach der Wende, vor allem an einem mangelte: an Sensibilität gegenüber Migranten und Andersdenken. Eine Lehre aus der NSU-Mordserie müsse deshalb sein: Vielfalt in Thüringen soll nicht nur zugelassen werden, wir brauchen sie sogar. Nicht zuletzt aus Gründen der Demografie sei Zuwanderung unumgänglich. Peter Metz: „Die Kommunen müssen unkonventionelle Vereine und Verbände nicht nur zulassen, sondern sie ganz gezielt unterstützen. Wir brauchen eine Stärkung der selbstorgansierten Migrantenverbände. Und wir müssen zulassen, dass sie eine Stimme Thüringen sind – auch wenn es mal gegen die politische Mehrheitsmeinung geht.“

 

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