SPD-Fraktion verabschiedet Erklärung zum Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie

Veröffentlicht am 09.05.2012 in Arbeit

Höhn: Arbeitgeberverbände müssen Blockadehaltung aufgeben

Auf ihrer heutigen Fraktionssitzung hat die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag eine Erklärung zum Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie verabschiedet. Die Erklärung enthält einen klaren Appell an die Arbeitgeberverbände, sich den Forderungen der IG Metall nicht weiterhin zu verweigern. SPD-Fraktionschef Höhn sagt dazu: „Die IG Metall hat vernünftige Forderungen gestellt, die für die Arbeitgeber durchaus erfüllbar wären. Auch um die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Konsequenzen eines Arbeitskampfes zu vermeiden, wären die Arbeitgeberverbände gut beraten, ihre bisherige Blockadehaltung den Forderungen der IG Metall gegenüber schnellstmöglich aufzugeben.“

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Lemb, erklärt: „Die IG Metall fordert unter anderem eine tarifvertragliche Neuregelung der Übernahme von erfolgreich Ausgebildeten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Wir haben in Thüringen bereits einen Fachkräftemangel. Deshalb muss es unser Ziel sein, junge und gut ausgebildete Menschen dauerhaft in Thüringen zu halten. Daran müssten auch die Arbeitgeberverbände ein großes Interesse haben.“

Lemb macht jedoch deutlich, dass die SPD-Fraktion die Tarifautonomie ausdrücklich achte. „Insbesondere mit Blick auf die Entgeltforderungen ist und bleibt es Sache der Tarifparteien, einen Kompromiss zu finden.“

 

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