In der Stadtratssitzung standen neben mehreren Jahresabschlüssen unter anderem auch die touristische Entwicklung des Altenburger Landes, das Theater Altenburg Gera sowie ein Rückblick auf das Spielefestival im Rahmen des 1050-jährigen Stadtjubiläums im Mittelpunkt.
1050 Jahre Altenburg: Dank an Ehrenamt und Einsatzkräfte
Im Rahmen der Informationen des Oberbürgermeisters wurde unter anderem auf das Spielefestival zum 1050-jährigen Stadtjubiläum sowie das Treffen der Altenburger Partnerstädte zurückgeblickt. Die SPD-Fraktion dankt der Feuerwehr und der Ordnungsbehörde für ihren Einsatz und den reibungslosen Ablauf des Festivals. Ein besonderer Dank gilt den Einsatzkräften der Feuerwehr, die am Samstag nach den starken Regenfällen dabei halfen, das Festivalgelände wieder trockenzulegen.
Ein großer Dank gilt ebenso den vielen Ehrenamtlichen, die das Fest unterstützt, ihre Vereine präsentiert und sich gemeinsam mit den Schulen am großen Festumzug am Sonntag beteiligt haben. SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Jäschke erklärte dazu: „Es war schön, selbst als Teil unserer Vereine am Umzug teilzunehmen und gleichzeitig zu erleben, wie vielfältig das Vereinsleben und das Engagement in unserer 1050-jährigen Stadt heute sind.“
Im Rahmen des Jubiläums waren außerdem Vertreterinnen und Vertreter der Partnerstädte Zlín, Offenburg und Olten zu Gast. Bei einer gemeinsamen Landpartie durch das Altenburger Land bestand am Samstag viel Gelegenheit für persönliche Gespräche und einen regen Austausch zwischen den Partnerstädten.
Torsten Rist dankte im Rahmen der Anfragen ebenfalls allen Beteiligten für das gelungene Festwochenende. Auch für die Skatspielerinnen und Skatspieler sei das Jubiläum ein schönes Fest gewesen. Als Vorsitzender des Sozial- und Kulturausschusses kündigte er an, das Spielefestival im Rahmen der 1050-Jahrfeier am 1. Oktober 2026 im öffentlichen Teil des Ausschusses gemeinsam auszuwerten. Ziel sei ein positiver und konstruktiver Rückblick auf die Veranstaltungen. Dabei sei ausdrücklich auch ein konstruktiv kritischer Blick erwünscht, um Erfahrungen und Hinweise für zukünftige Veranstaltungen mitzunehmen. Rist erklärte: „Ich lade alle Stadtratsmitglieder sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, am 1. Oktober in den öffentlichen Teil des Sozial- und Kulturausschusses zu kommen. Wir wollen gemeinsam auf das Spielefestival zurückblicken und offen darüber sprechen, was gut gelaufen ist und was wir für zukünftige Veranstaltungen noch besser machen können.“
Tourismus entwickelt sich positiv
Einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung bildete der Jahresbericht 2025 des Tourismusverbandes Altenburger Land. Die touristische Entwicklung der Region zeigt insgesamt eine positive Tendenz. Mit 71.983 Gästeankünften kamen 5,6 Prozent mehr Gäste ins Altenburger Land als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der erfassten Beherbergungsbetriebe im Jahresverlauf von 27 auf 34.
Neben der Vermarktung der Region wurden auch konkrete touristische Angebote weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem die neue Wanderwege- und Beschilderungskonzeption, die Weiterentwicklung der Radwege sowie eine stärkere digitale Sichtbarkeit. Inhaltlich setzt der Tourismusverband auf die besonderen Stärken der Region und verbindet Kultur, Natur, Spiel und Genuss miteinander.
SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Jäschke dankte Jeannette Kreyßel und ihrem Team vom Tourismusverband Altenburger Land e.V. im Stadtrat für die bisherige Arbeit. Ergänzend bewertet die SPD-Fraktion auch die damalige Entscheidung zur Weiterentwicklung des Tourismusverbandes zu einer Destinationsmanagement-Organisation, kurz DMO, als richtig. Die bisherige Entwicklung bestätigt aus Sicht der Fraktion den eingeschlagenen Weg. Die steigenden Gästezahlen zeigen, dass das Altenburger Land touristisch zunehmend wahrgenommen wird. Der Tourismus kann in den kommenden Jahren zu einem immer stärkeren Zukunftspfeiler für Altenburg und die gesamte Region werden.
Gleichzeitig regte Jäschke an, die touristischen Angebote noch stärker gegenüber den Menschen vor Ort sichtbar zu machen. Denkbar sei beispielsweise ein kompakter Flyer oder eine Broschüre speziell für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landkreises. „Manchmal kennt man die touristischen Schätze direkt vor der eigenen Haustür selbst noch nicht. Gleichzeitig sind unsere Bürgerinnen und Bürger mit die besten Multiplikatoren für unsere Region. Wer selbst weiß, was es hier zu entdecken gibt, kann es auch Freunden, Verwandten und Gästen weiterempfehlen.“, so Jäschke.
Theater bleibt für SPD-Fraktion wichtiger Teil der Kulturlandschaft
Der Stadtrat stimmte mehrheitlich dem Jahresabschluss 2025 der Theater Altenburg Gera gGmbH, der Ergebnisverwendung und der Entlastung der Geschäftsführung zu. Die Zuschauerzahlen konnten im vergangenen Jahr um 8,6 Prozent gesteigert werden.
Für die SPD-Fraktion bleibt das gemeinsame Theater ein wichtiger kultureller Bestandteil der Städte Altenburg und Gera und der gesamten regionalen Kulturlandschaft. „Das fusionierte Theater ist für unsere Region und ihre Kulturlandschaft von großer Bedeutung. Deshalb ruhen auch viele Hoffnungen auf der geplanten Wiedereröffnung des Altenburger Theatergebäudes im Jahr 2028“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Jäschke.
Kritisch sieht die Fraktion weniger die Arbeit der Theater Altenburg Gera gGmbH als vielmehr den Fortgang der Bauarbeiten am Altenburger Theater. Hier liegt die Verantwortung für das Gebäude beim Landkreis. Aus Sicht der Fraktion muss deshalb alles darangesetzt werden, weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Torsten Rist zeigte sich zudem verwundert darüber, dass Pro Altenburg Fragen zum Baugeschehen erst im Stadtrat thematisierte. Diese hätten aus seiner Sicht bereits im Bauausschuss angesprochen werden können, dessen Vorsitzender zugleich der Fraktionsvorsitzende von Pro Altenburg ist und zu dessen Sitzung der Landrat als zuständiger Ansprechpartner eingeladen war. Rist kritisierte, dass diese Gelegenheit dort nicht genutzt wurde.
WABA: Wirtschaftliche Situation stabilisiert sich
Der Stadtrat befasste sich außerdem mit dem Jahresabschluss 2025 des Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsbetrieb Altenburg (WABA) sowie der Ergebnisverwendung und Entlastung der Werkleitung. Die wirtschaftliche Situation hat sich gegenüber den vergangenen Jahren etwas stabilisiert. Insbesondere konnten die bestehenden Verlustvorträge weiter reduziert werden. Dennoch ist die wirtschaftliche Entwicklung noch nicht vollständig zufriedenstellend und muss weiter aufmerksam begleitet werden. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die weiterhin bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von rund 60 Millionen Euro.
SWG weiter im Blick
Auch der Jahresabschluss 2025 der Städtischen Wohnungsgesellschaft Altenburg war Gegenstand der Sitzung. Die SWG schließt das Geschäftsjahr mit einem kleinen Fehlbetrag ab, der durch eine Entnahme aus der Rücklage ausgeglichen wurde. Der Jahresabschluss erhielt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die SPD-Fraktion wird die weitere wirtschaftliche Entwicklung der SWG aufmerksam begleiten.