Auch im Jahr 2010 wird der Deutsche Bundestag einen Wissenschaftspreis verleihen. Der Preis, vom Parlament 1989 aus Anlass seines 40jährigen Bestehens begründet, wird seit 1997 im zweijährigen Turnus verliehen. Er würdigt hervorragende wissenschaftliche Arbeiten der jüngsten Zeit, die zur Beschäftigung mit den Fragen des Parlamentarismus anregen und zu einem vertieften Verständnis parlamentarischer Praxis beitragen.
Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
Die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag begrüßt die Initiative der Tarifpartner in Thüringen zur Verbesserung des Lohnniveaus. „Mit dem Aufruf an die Thüringer Unternehmen im Rahmen der gemeinsamen konzertierten Aktion den jeweiligen Arbeitgeberverbänden und Tarifgemeinschaften beizutreten wird deutlich, dass die Verabredungen dazu im Koalitionsvertrag nun in die Phase der Umsetzung kommen“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Lemb.
Gemeinsam mit SPD-Bundestagsabgeordneten Steffen-Claudio Lemme stattete die Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit und Familie, Heike Taubert (SPD), dem DRK-Krankenhaus Sömmerda einen Besuch ab. Dort führte sie ein intensives Gespräch mit dem Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Reinhardt Posininsky und dem ärztlichen Direktor und Chefarzt Dr. Uwe Bust.
Zusammen mit dem Landesfrauenrat Thüringen, dem Arbeitskreis Frauen Eisenach, der Eisenacher Gleichstellungsbeauftragten und den Vertreterinnen der Gewerkschaft sowie vielen interessierten Frauen war auch die ASF Eisenach/Wartburgkreis beim Infostand zum diesjährigen Equal Pay Day mit dabei.
Unter dem Motto "Rote Karte gegen Lohndiskriminierung" wurden rote Flugblätter mit Information zum Inhalt des Equal Pay Day verteilt.
Von gleichem Lohn für gleiche Arbeit ist auch Thüringen immer noch weit entfernt:
* Frauen in Thüringen arbeiten weit häufiger in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen als Männer. Ihr Anteil an den geringfügig Beschäftigten ist 61%. Der Anteil an Teilzeitbeschäftigten liegt bei 84% (wobei 82% der weiblichen Teilzeitbeschäftigten eine Vollzeitstelle suchten). In Thüringen – arbeitet nur jede 2. Frau in einem "Standard- Beschäftigungsverhältnis" d.h. mit der gewünschten Arbeitszeit bei einer angemessenen Entlohnung, bei den Männern beträgt dieser Anteil dagegen 83%.
* Frauen in Thüringen verdienen deutlich weniger als ihre ohnehin wenig verdienenden männlichen Kollegen. Durchschnittlich verdienten im II. Quartal 2008 Frauen 515 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen, das sind 79% des durchschnittlichen Verdienstes der Männer. Netto haben Frauen in Thüringen mit durchschnittlich 845 Euro 200 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. In Thüringen haben 53% der Frauen netto weniger als 900 Euro (bei 33% der Männer), wohingegen 3,6% mehr als 2000 Euro Netto haben (bei Männern sind dies 8,3 %).
* Bereits heute haben 35% der Frauen in Thüringen über 65 Jahre ein geringeres Einkommen als 700 Euro (bei 5% der Männer). Nur Jede 4. Frau (24%) über 65 hat mehr als 1100 Euro, bei Männern sind dies 38%. Anhand des sehr hohen Anteils von Frauen bei den Geringverdienern (53%) ist zu prognostizieren, dass die erwartete Altersarmut in den nächsten 20 Jahren insbesondere weiblich sein wird!
Vor diesem Hintergrund ist die Forderung der SPD nach Mindestlöhnen und einem Abbau der Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt aktuell und dringlicher denn je. Frauen dürfen sich nicht länger diese extreme Benachteiligung und ungerechte Bezahlungen bieten lassen.