Die Abgeordneten der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, David Eckardt, Regine Kanis und Rolf Baumann, informierten sich heute in Thüringens bekanntestem Wintersportort Oberhof über den Fortgang der umfangreichen Baumaßnahmen. Sie waren stolz zu sehen, dass die einzelnen Bauprojekte, wie die DKB Skiarena, die Bob- und Rennschlittenbahn sowie die Schanzenanlage gut vorankommen. „Es wurde höchste Zeit, zu agieren, um Oberhof weiter als Erholungsort zu etablieren“, waren sich die SPD-Politiker einig.
Zusammen mit dem Thüringer Staatssekretär Dr. Hartmut Schubert und der SPD-Bundestagsabgeordneten Iris Gleicke übergaben sie dem Oberhofer Bürgermeister, Thomas Schulz, einen Zuwendungsbescheid über 1,48 Millionen Euro für die Sanierung der Bob- und Rennschlittenbahn und den Ausbau der DKB-Skiarena.
„Oberhof entwickelt sich durch das Handlungskonzept „Wintersport- und Tourismuszentrum“ wieder zu einem der attraktivsten Wintersportstandorte Deutschlands“, zeigt sich der tourismuspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rolf Baumann, begeistert. Nirgends in Deutschland gebe es so viele Hochleistungssportanlagen wie in Oberhof, deren Instandhaltung nun für viele Jahre gesichert sei. Durch das vom Thüringer Sozialministerium und dem Wirtschaftsministerium als auch der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag angeschobene Konzept werden derzeit die größten Investitionen in Oberhof seit Jahrzehnten vorgenommen.
Gentzel will stichhaltige Begründung von Bauminister Carius
„Angesichts eines eklatanten Mangels an bezahlbarem Wohnraum in Städten wie Erfurt, Weimar und Jena frage ich mich, wie der Bauminister darauf kommt, dass wir in Thüringen keinen sozialen Wohnungsbau brauchen. Zumindest in Ballungszentren ist die Wohnungsnot bereits heute ein echtes Problem“, sagte Heiko Gentzel, Mitglied des Vorstandes der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag. Gentzel verweist auf die aktuelle Berichterstattung und in diesem Zusammenhang auf ihm vorliegende Zahlen, wonach es beispielsweise in Jena für Studenten, aber auch für Familien schwierig sei, preiswerten Wohnraum zu finden. Dort sei die Situation „dramatisch“. Laut Pressemeldungen gebe es dort gerade einmal einen Leerstand von 0,9 Prozent.
„Die Einführung einer PKW-Maut ist nicht geeignet, eine solide Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur in Thüringen sicher zu stellen. “ Zu diesem Schluss kommt die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Doht, angesichts der Ergebnisse eines Gutachtens zur Pkw-Maut. Dieses hat vorgerechnet, dass die - auch von Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU) angestrebte - Pkw-Maut nur rund 700 Millionen Euro einbringen würde. Doht erinnerte daran, dass das ermittelte Finanzierungsdefizit für die Verkehrsinfrastruktur dagegen bei rund 8 Milliarden Euro pro Jahr liegt. Damit könnte die Pkw-Maut nicht einmal ein Zehntel der nötigen Investitionen absichern.