Arbeit
Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am 1. Mai auf dem Altenburger Roßplan gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund ein klares Zeichen gesetzt.
Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ standen die diesjährigen Mai-Kundgebungen im Zeichen von Beschäftigtenschutz, Mitbestimmung und sozialer Sicherheit.
In seiner Rede machte Thomas Jäschke, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Altenburger Land, deutlich, dass viele Menschen auch im Altenburger Land mit Sorge auf die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung blicken.
„Die Beschäftigten haben ihren Beitrag längst geleistet. In der Pandemie. In der Energiekrise. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Immer waren es die Beschäftigten, die den Laden am Laufen gehalten haben. Nicht Investoren oder Hedgefonds. Sondern die Menschen, die jeden Tag arbeiten“, erklärte Jäschke vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Anhebung des Mindestlohns und Neuregelung der Minijob-Grenze ab Oktober 2022
„Wer in Vollzeit arbeitet, soll angemessen am sozialen Leben teilhaben können. Auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geringem Einkommen muss ein Kino- oder Schwimmbadbesuch möglich sein. Das ist eine Frage des Respekts gegenüber hart arbeitenden Menschen“, verdeutlicht Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales.
Das Bundeskabinett hatte am 23. Februar einen Gesetzesentwurf zur Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns und zur Änderung im Bereich der geringfügigen Beschäftigung beschlossen. Neben der Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro zum 1. Oktober 2022, wird die Entgeltgrenze für Minijobs neu geregelt. Wer nun einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht, darf monatlich 520 Euro einnehmen. Damit steigt die Minijob-Grenze um 70 Euro.
Zum internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai erklärt die Landtagsabgeordnete Dorothea Marx:
Ein Jahr Corona-Pandemie hat ganz deutlich gezeigt, welche Berufsgruppen wirklich systemrelevant sind und wen unsere Gesellschaft wirklich braucht: Die Beschäftigten in der Pflege und im medizinischen Bereich, im Einzelhandel, im Fernverkehr und im Reinigungsgewerbe. Ohne sie stünde unsere Gesellschaft still. Gleichzeitig sind es die Berufsgruppen, die unterdurchschnittlich verdienen.
„Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat es treffend formuliert: Solidarität ist Zukunft! Es ist Zeit, gemeinsam aus der Krise zu lernen und die Arbeit all jener besser wertzuschätzen, die unsere Gesellschaft am Laufen halten. Wir müssen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen sorgen, indem wir die Tarifbindung stärken und das Recht auf Arbeit verwirklichen!“, so Dorothea Marx.
Damit es nicht beim Danke bleibt!
Das Jahr 2020 zeigt, welche Berufsgruppen wirklich systemrelevant sind und wen unsere Gesellschaft wirklich braucht: Die Beschäftigten in der Pflege, im Einzelhandel, im Fernverkehr und im Reinigungsgewerbe. Ohne sie stünde unsere Gesellschaft derzeit still. Gleichzeitig sind es die Berufsgruppen, die unterdurchschnittlich verdienen.