Elisabeth Kaiser: Arbeit muss sich lohnen

Anhebung des Mindestlohns und Neuregelung der Minijob-Grenze ab Oktober 2022


„Wer in Vollzeit arbeitet, soll angemessen am sozialen Leben teilhaben können. Auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geringem Einkommen muss ein Kino- oder Schwimmbadbesuch möglich sein. Das ist eine Frage des Respekts gegenüber hart arbeitenden Menschen“, verdeutlicht Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales.

Das Bundeskabinett hatte am 23. Februar einen Gesetzesentwurf zur Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns und zur Änderung im Bereich der geringfügigen Beschäftigung beschlossen. Neben der Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro zum 1. Oktober 2022, wird die Entgeltgrenze für Minijobs neu geregelt. Wer nun einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht, darf monatlich 520 Euro einnehmen. Damit steigt die Minijob-Grenze um 70 Euro.

 

Dorothea Marx (SPD) „Jetzt die Lehren aus der Krise ziehen: gemeinsam Zukunft gestalten!“

Zum internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai erklärt die Landtagsabgeordnete Dorothea Marx:

Ein Jahr Corona-Pandemie hat ganz deutlich gezeigt, welche Berufsgruppen wirklich systemrelevant sind und wen unsere Gesellschaft wirklich braucht: Die Beschäftigten in der Pflege und im medizinischen Bereich, im Einzelhandel, im Fernverkehr und im Reinigungsgewerbe. Ohne sie stünde unsere Gesellschaft still. Gleichzeitig sind es die Berufsgruppen, die unterdurchschnittlich verdienen.

„Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat es treffend formuliert: Solidarität ist Zukunft! Es ist Zeit, gemeinsam aus der Krise zu lernen und die Arbeit all jener besser wertzuschätzen, die unsere Gesellschaft am Laufen halten. Wir müssen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen sorgen, indem wir die Tarifbindung stärken und das Recht auf Arbeit verwirklichen!“, so Dorothea Marx.

 

Dorothea Marx zum diesjährigen Tag der Arbeit am 1. Mai

Damit es nicht beim Danke bleibt!

Das Jahr 2020 zeigt, welche Berufsgruppen wirklich systemrelevant sind und wen unsere Gesellschaft wirklich braucht: Die Beschäftigten in der Pflege, im Einzelhandel, im Fernverkehr und im Reinigungsgewerbe. Ohne sie stünde unsere Gesellschaft derzeit still. Gleichzeitig sind es die Berufsgruppen, die unterdurchschnittlich verdienen.

 

Gute Nachricht für den Osten: SPD will Kurzarbeitergeld erhöhen - Union blockiert

Elisabeth Kaiser
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser sagt zur heute bekannt gewordenen Ankündigung des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil (SPD): "Ich bin sehr froh, dass Hubertus Heil die Dinglichkeit einer Erhöhung des Kurzarbeitergeldes während der Coronakrise auf 80 - 87 Prozent erkannt hat.

Ich habe mich schon vor einiger Zeit zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der SPD-Bundestagsfraktion, der Ost-SPD im Bundestag und den Regierungsmitgliedern der ostdeutschen Bundesländer für eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit vergleichsweise geringen Löhnen eingesetzt. Die Union sollte ihre Blockade bei dem Thema aufgeben. Sie riskiert sonst, dass zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den Weg in die Grundsicherung gehen müssen."

 

Unternehmen profitieren von Familienfreundlichkeit

Bericht von Katharina Töppe

Es ist keine neue Weisheit, das Mitarbeitermotivation nicht alleinig über monetäre Anreize zu erreichen ist. Auch für Unternehmen wird es immer wichtiger, eine lebensphasenorientierte Personalpolitik anzubieten. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zu erwartenden Abnahme der erwerbsfähigen Personen, ist eine Bindung an das Unternehmen eine Zukunftsinvestition. Doch wie kann es gelingen, Kinder, Pflege von Angehörigen und eine Vollzeitbeschäftigung unter einen Hut zu bringen? Unter dem Titel „Arbeiten in allen Lebensphasen – Ein Mehrwert auch für Unternehmen?“ fand auf Initiative des Landratsamtes und der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Fachveranstaltung statt, zu der am Dienstag, 07.06. im Carl-Schroeder Saal in Sonderhausen diskutiert wurde. Als Gäste bereicherten die Podiumsdiskussion die Landtagsabgeordnete Dorothea Marx (SPD), die Landrätin des Kyffhäuserkreises Antje Hochwind (SPD), die Unternehmerin Cathrin Auerbauch vom Burghof Kyffhäuser sowie die Personalverantwortliche Ilka Helbing von der Wago GmbH.