Kultur
Der erste Entwurf des Staatsvertrags zur Gründung einer Kulturstiftung Mitteldeutschland Schlösser und Gärten, der im Landtag keine Mehrheit gefunden hätte, wurde von der Staatskanzlei mittlerweile zurückgezogen, sagt die Sondershäuser Landtagsabgeordnete Dorothea Marx (SPD). Das Sondershäuser Residenzschloss sollte ebenfalls in die Stiftung überführt werden. „Es muss nun das Ziel sein, eine Förderstiftung in Form einer Dachstiftung auszuhandeln, bei der die bisherigen Landesstiftungen nicht zerschlagen werden. Die Dachstiftung ist wichtig, denn nur so wird es möglich sein, den Bund dauerhaft in die Verantwortung für den Erhalt der reichen Thüringer Residenzkultur zu bringen“, erklärt die Landtagsabgeordnete.
„Die bereits im Bundeshaushalt festgeschriebenen Investitionsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro bedeuten eine große Unterstützung bei der Auflösung des langjährigen Sanierungsstaus bei den Liegenschaften unserer Schlösserstiftung“, sagt Dorothea Marx. „Wir dürfen aber auch nicht außer Acht lassen, dass der Gesamtsanierungsbedarf dort bei rund 350 Millionen Euro liegt. Diese gewaltige Summe können wir nur mit langfristiger Hilfe des Bundes und im Rahmen einer Förderstiftung aufbringen.“
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser informiert, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner heutigen Sitzung Mittel des Denkmalschutz-Sonderprogramms VIII freigegeben hat. Davon profitiert das Renaissanceschloss in Ponitz im Altenburger Land. Der Bund wird 70.000 Euro zur Verfügung stellen.
Das Altenburger Lindenau-Museum erhält aus Mitteln des Bundes in den nächsten sieben Jahren insgesamt 24 Millionen Euro, informiert die SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser kurz nach der Entscheidung bei einem Treffen des Fördervereins "Freunde des Lindenau-Museums" e. V. am Donnerstagabend in Altenburg.
"Die erste R2G-Kulturwerkstatt ist eine weitere wichtige Etappe auf dem Weg zu einem Thüringer Kulturgesetz gewesen. Mit rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Kulturbereichen, mit dem zuständigen Kulturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff und Olaf Zimmermann, dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, haben wir in verschiedenen Gesprächsrunden und Workshops über die zentralen Aspekte, die vielfältigen Möglichkeiten, aber auch die Grenzen eines Kulturgesetzes diskutiert. Die vielen Anregungen, die wir dabei erhalten haben, werden wir bei unserem weiteren Arbeitsprozess berücksichtigen und uns inhaltlich weiterhin eng mit den Thüringer Kulturakteurinnen und -akteuren abstimmen."
In der neuen Veranstaltungsreihe "Sondershäuser Gespräche: Auf ein Wort mit..." führt die Landtagsabgeordnete Dorothea Marx Gespräche mit Personen des öffentlichen Lebens außerhalb der Politik über ihr Leben und ihre Arbeit, was sie antreibt und was sie sich vom Leben wünschen.
Im 1. Sondershäuser Gespräch am 11. Mai 2016 war der Intendant und Geschäftsführer der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH Lars Tietje Gast bei Dorothea Marx in der Cafeteria der Landesmusikakademie.
In dem Gespräch standen die letzten 12 Jahre, in denen Lars Tietje Intendant in Sondershausen und Nordhausen war, im Vordergrund. Aber auch ein Blick voraus, auf seine zukünftige Aufgabe am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin, wurde in der Unterhaltung geworfen. Im letzten Teil des Gespräches standen dann persönliche Fragen im Mittelpunkt.