Arbeit
Ich habe mich schon vor einiger Zeit zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der SPD-Bundestagsfraktion, der Ost-SPD im Bundestag und den Regierungsmitgliedern der ostdeutschen Bundesländer für eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit vergleichsweise geringen Löhnen eingesetzt. Die Union sollte ihre Blockade bei dem Thema aufgeben. Sie riskiert sonst, dass zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den Weg in die Grundsicherung gehen müssen."
Bericht von Katharina Töppe
Es ist keine neue Weisheit, das Mitarbeitermotivation nicht alleinig über monetäre Anreize zu erreichen ist. Auch für Unternehmen wird es immer wichtiger, eine lebensphasenorientierte Personalpolitik anzubieten. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zu erwartenden Abnahme der erwerbsfähigen Personen, ist eine Bindung an das Unternehmen eine Zukunftsinvestition. Doch wie kann es gelingen, Kinder, Pflege von Angehörigen und eine Vollzeitbeschäftigung unter einen Hut zu bringen? Unter dem Titel „Arbeiten in allen Lebensphasen – Ein Mehrwert auch für Unternehmen?“ fand auf Initiative des Landratsamtes und der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Fachveranstaltung statt, zu der am Dienstag, 07.06. im Carl-Schroeder Saal in Sonderhausen diskutiert wurde. Als Gäste bereicherten die Podiumsdiskussion die Landtagsabgeordnete Dorothea Marx (SPD), die Landrätin des Kyffhäuserkreises Antje Hochwind (SPD), die Unternehmerin Cathrin Auerbauch vom Burghof Kyffhäuser sowie die Personalverantwortliche Ilka Helbing von der Wago GmbH.
Rechte der Arbeitnehmer müssen gewahrt bleiben
„Niedriglohn, Outsourcing, Leiharbeit und komplizierte Fragen im Zusammenhang mit Betriebsübergängen – die Arbeitswelt von heute stellt die Arbeitnehmer, aber auch die Arbeitgeber vor große Herausforderungen. Das hat auch Auswirkungen auf die Bedeutung der Arbeitsgerichte, deren Aufgaben in den letzten 20 Jahren inhaltlich komplexer werden“, sagt Wolfgang Lemb, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Thüringer Arbeitsgerichte.
An diesem Tag sei insbesondere an die Aufbauarbeit zu einer funktionierenden Arbeitsgerichtsbarkeit im Jahr 1993 zu erinnern, was – angesichts der damaligen Herausforderungen von Massenentlassungen – einer Herkulesaufgabe glich.
Die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag dankt deshalb allen Beteiligten, die an diesem Prozess mitgewirkt haben, sehr herzlich.
Die SPD-Fraktion sieht einer eventuellen Verfassungsklage der FDP gegen das Ladenöffnungsgesetz gelassen entgegen. „Ich bin überzeugt, dass die Klage nicht fruchtet“, betonte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Lemb. „Wir haben ein tragfähiges Gesetz gemacht, das den Beschäftigten zwei freie Samstage sichert.“
Klarheit in Sachen Ladenöffnungsgesetz fordert die SPD-Fraktion vom Koalitionspartner CDU. „Es ist bedauerlich, dass die CDU bis heute keine Linie beim Umgang mit der nötigen Rechtsverordnung zu dem Gesetz gefunden hat“, kritisiert Wolfgang Lemb, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.