Kampf gegen Menschenfeindlichkeit
Die von Wolfgang Lemb im August gestartete „Respekt-Aktion“ wird nun an Geraer Schulen fortgeführt. Der SPD-Landtagsabgeordnete übergab am Donnerstag ein Respekt-Schild an den Schulleiter des Goethegymnasiums, Dr. Joachim Hensel. Dieses wurde auch umgehend an der Schule angebracht. Der Abgeordnete setzt damit seine Ankündigung, nach den Schulferien die Umsetzung der Respekt-Aktion an Geraer Schulen voranzutreiben, in die Tat um.
Das Bürgerbüro des Geraer Abgeordneten Wolfgang Lemb wurde in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag mit zwei braunen Farbbeuteln, wahrscheinlich Außenfarbe, beworfen. Der Abgeordnete vermutet einen politischen Hintergrund: „Ich gehe davon aus, dass mein Büro aus der rechtsradikalen Szene heraus attackiert wurde. Die braune Farbe ist wohl auch bewusst als Zeichen hierfür an mich gedacht.“, äußert sich der Abgeordnete zu dem Vorfall.
Solidarität mit den Opfern der sächsischen Repressionen
Nach der fragwürdigen Hausdurchsuchung des Jenaer Jugendpfarrers Lothar König kritisiert Sven Schrade von den Jusos im Altenburger Land das Vorgehen der sächsischen Behörden.
Diese haben ohne Kenntnis der Thüringer Ministerien oder der Jenaer Polizei die Dienstwohnung des Jugendpfarrers ausgeräumt und einen Bus beschlagnahmt. Grund war das Engagement Königs und der Jungen Gemeinde Jena gegen Neo-Nazis im Februar dieses Jahres.
Zu lesen ist auf dem Schild der Text: „Respekt: Kein Platz für Rassismus“. Der Geraer Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb (SPD) wirbt damit für die bundesweite Kampagne, für die Steffi Jones, Präsidentin der OK Fußball-WM 2011, die Schirmherrin ist.
Ziel der Kampagne sei es mit örtlichen Aktionen deutlich zu machen, dass an den jeweiligen Orten mit Schild kein Platz für Faschismus und kein Platz für Rassismus ist, sondern ein Ort, an dem man sich für Völkerverständigung einsetzt. Neben der Schirmherrin werben auch prominente Botschafter wie Dunja Hayali, Johannes B. Kerner, Dieter Hoeneß und Bülent Ceylan dafür.
Gleich zwei Teilnehmer des Sommerfestes der Juso-Kreisverbände Altenburger Land, Greiz und Gera wurden am Samstag auf ihren Heimwegen in der Otto-Dix Stadt von Neonazis angegriffen. Der erste Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht am Südbahnhof. Dort wurde ein 23jähriger Gast, welcher die Juso-Feier vorzeitig verließ, von zwei Rechtsextremen festgehalten und bedroht. Erst nach mehreren Minuten konnte er sich befreien und so Schlimmeres verhindern.