Kampf gegen Menschenfeindlichkeit
Etwa 750 Menschen haben am Montagabend in Suhl an Demonstrationen der Organisation "Sügida" und einer Gegendemonstration unter dem Motto "Südthüringen bleibt bunt" teilgenommen. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich etwa 550 Menschen an der Veranstaltung von "Südthüringer Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes". An der Gegendemonstration nahmen etwa 200 Menschen teil.
Mehr Prävention im Kampf gegen gewaltbereite Islamisten
Im Kampf gegen gewaltbereite Islamisten setzt die Bundesregierung verstärkt auch auf Präventionsarbeit. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Ein Schwerpunkt im neuen Bundesprogramm 'Demokratie leben!' ist die Prävention gegen gewaltorientierten Islamismus.“ Die Mittel für das Programm seien deshalb im vergangenen Jahr um zehn Millionen Euro auf insgesamt 40,5 Millionen Euro aufgestockt worden. „Wir müssen verhindern, dass junge Menschen extremistischen Rattenfängern auf den Leim gehen“, so Manuela Schwesig. „Durch präventive Maßnahmen müssen wir menschenverachtenden Ideologien den Resonanzboden entziehen und die Jugendlichen erreichen, bevor etwas passiert.“
Heute ist bekannt geworden, dass auf den Vorsitzenden des Ausländerbeirats in Erfurt, Jose´ Paca, auf offener Straße in Erfurt ein rassistisch motivierter Überfall verübt wurde. Regine Kanis, die Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag für ausländische Mitbürger und Flüchtlinge, reagiert entsetzt: „Tief beschämt müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Landeshauptstadt nicht für alle Menschen ein sicherer Ort zum Leben ist. Das ist schockierend und empörend – gerade vor dem Hintergrund, dass der Thüringer Landtag erst vor wenigen Tagen, im Beisein von Angehörigen der Opfer der NSU-Mordserie, mit dem erschütternden Bericht des NSU-Untersuchungsausschusses konfrontiert worden ist und versprochen hat, die nötigen Lehren daraus zu ziehen.“