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Schon seit zwei Jahren wird zwischen dem anhaltinischen Oberröblingen, Artern und Heldrungen an insgesamt 28 Brücken gebaut. Diese mussten fertig werden, bevor es an die Autobahn selbst geht. Am 16.Juli war es nun so weit. Der erste Spatenstich wurde an dem Teilstück der A 71 zwischen Heldrungen und dem Südharzdreieck getätigt. Bis Ende 2011 sollen die 18 Kilometer bis zum Anschluss an das Südharzdreieck fertig gestellt sein. Prof Josef Kunz, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bau und Verkehr wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung dieser Baumaßnahme für die Region. Mit der Fertigstellung seien endlich auch der Norden Thüringens und der Süden Sachsen-Anhalts.verkehrsinfrastrukturell endlich angebunden. Der Anschluss zwischen Sömmerda Ost und Heldrungen wird laut Minister Wucherpfennig aber noch bis Ende 2012 dauern Auch Bundestagskandidat Steffen Lemme (SPD) und Landtagskandidat Dr. Andreas Räuber(SPD) waren bei dem symbolischen Spatenstich anwesend. Beide äußerten sich zuversichtlich zu den Chancen der Region nach Anschluss der Autobahnen. Lemme und Räuber, die sich schon länger auch für den Anschluss des Teilstückes zwischen Sömmerda und Heldrungen einsetzen, äußerten aber auch Kritik. In den letzten Jahren seien die angestrebten Fertigstellungstermine immer wieder verschoben worden, was zu einer weiteren Verschärfung der wirtschaftlichen und sozialen Situation in der Region beigetragen hat.
Der Landesvorsitzende der SPD und Ministerpräsidentenkandidat Christoph Matschie, besichtigt mit Landtagskandidat Frank Weber und Bundestagskandidat Steffen Lemme den Neubau des DRK Alten- und Pflegeheimes in Sömmerda.
Der DRK Kreisvorsitzende Thomas Haupt führte die Delegation durch den Bau und erläuterte des besondere Konzept. Das Heim soll in die Altstadt von Sömmerda integriert werden und eine offene Anlaufstelle, sowohl für die Sömmerdaer
Bevölkerung als auch für die Bewohner des Heimes darstellen. Hierzu wird es neben einem Friseurgeschäft auch eine Cafeteria geben. Weiterhin ist ein Geruchs- und ein Klanggarten auf dem Gelände geplant. Die politischen Vertreter zeigten sich sowohl von der Architektur, als auch von dem Gesamtkonzept beeindruckt. Der Ansatz des selbstbestimmten Lebens wird hier hervorragend umgesetzt werden. So etwas sollte Schule machen, war die übereinstimmende Meinung der Teilnehmer. Zur Eröffnung der Einrichtung wurde Christoph Matschie bereits als zukünftiger Ministerpräsident eingeladen. Frank Weber sagte zu weiterhin in Kontakt zu bleiben und das Konzept und das DRK gerne tatkräftig zu unterstützen.
Nobitz. Am 06.07.2009 wurde Hendrik Läbe einstimmig zum Kandidaten der Sozialdemokraten für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Nobitz nominiert. Die vorzeitige Neuwahl am 30.08.2009 wurde aufgrund des gesundheitlichen Ausscheidens der Amtsinhaberin notwendig. Hendrik Läbe, der in den letzten Jahren bereits als Beigeordneter fungierte, strebt damit die Nachfolge von Martina Zehmisch an.
Für „wenig durchdacht“ hält die stellvertetende Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin der SPD Dorothea Marx den in der „Westfälischen Rundschau“ publizierten Vorschlag ihres CDU-Mitbewerbers Wucherpfennig nach Einführung einer generellen PKW-Maut auf Autobahnen. Eine solche Maut sei sozial ungerecht, da sie die Bürgerinnen und Bürger benachteilige, die auf Fahrten weiter Strecken mit dem Auto angewiesen seien. In ländlichen Regionen wie dem Kyffhäuserkreis, in dem viele Menschen täglich zur Arbeit pendeln müssten und aufgrund des Bevölkerungsrückgangs sich auch die Infrastruktur verschlechtere, sei es längst mehr kein Freizeitvergnügen, das Auto zu benutzen, sondern meist schlichte Notwendigkeit, um z.B. überhaupt Ärzte oder Einkaufsmöglichkeiten erreichen zu können. Nur in großen Städten, in denen es keine Infrastrukturprobleme gäbe und die Anbindung an Bahn- und Busverkehr in alltaugstauglicher Frequenz vorhanden sei, sei eine derartige Maut vielleicht vertretbar. Im Kyffhäuserkreis dagegen, so Marx, wäre es kontraproduktiv, wenn man zum Ausgleich struktureller Nachteile und zur besseren Verkehrsanbindung die A 38 und A 71 forciert habe, um hinterher die Bürger, denen man helfen wollte, und die auf diese Verkehrswege angewiesen seien, für die Benutzung zur Kasse zu bitten.