Arbeit & Wirtschaft
Vor der Grubenfahrt erläuterte Geschäftsführer Ralph Haase die
Geschäftsfelder der GSES. Dabei verwies er besonders auf die beiden
neuen bzw. ausgebauten Geschäftsfelder. Mit ihrer Photovoltaikanlage ist
die GSES unter die Produzenten von grünem Strom gegangen, auch wenn
voraussichtlich erst in ca. 15 Jahre Gewinne aus der Anlage fließen
werden.
In einem Gespräch mit der Werkleitung und den potenziellen Investoren, der Fa. TLT,
informierten sich Lemb und Müller über die aktuelle Lage bei Dagro.
Die Situation sei zur Zeit schwierig, vermerkte Lemb mit dem Hinweis auf die aktuellen Schwierigkeiten in den Verhandlungen mit Audi.
Wichtig für den Standort, das Unternehmen und vor allem für die Mitarbeiter sei, dass schnell Klarheit über die nächsten Schritte hergestellt werde, so Lemb.
„Insofern hoffe ich natürlich, dass die Verhandlungen die am heutigen Montag vom Insolvenzverwalter mit Audi geführt werden, erfolgreich sind“, so Lemb.
Sollte dies nicht der Fall sein, stünden das Unternehmen vor einer völlig neuen Situation.
Für diesen Fall müsse das Land schnell handeln und entsprechende Überbückungshilfen gewähren.
Lemb erwartet von der Landesregierung jetzt keine leeren Versprechungen, sondern aktive Hilfe.
Das Gespräch mit der Geschäftsführung des potenziellen Investors für DAGRO bezeichnete Lemb als „sehr wichtig für die künftige Zusammenarbeit“.
Lemb verwies insbesondere auf die geäußerte Erwartungshaltung der Geschäftsführung, dass eine neue Landesregierung die politischen Rahmenbedingungen für bessere Bildung und für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses herstellen müsse.
„Insofern konnte ich große Übereinstimmung zu den Zielen der SPD feststellen, so Lemb.
Den Vorschlag des Bundesarbeitsministers Olaf Scholz, die geförderte Altersteilzeit bis 2014 zu Verlängern trifft auf Zustimmung des Geraer Landtagskandidaten Wolfgang Lemb. Dieser Vorschlag gehe angesichts der bevorstehenden steigenden Arbeitslosigkeit in die richtige Richtung. "Wir brauchen die geförderte Altersteilzeit auch über 2009 hinaus, um einen fairen Ausgleich zwischen Jüngeren und Älteren zu organisieren", so Lemb. Die Verknüpfung mit der Einstellung von Auszubildenden sei angesichts sinkender Ausbildungsplatzzahlen in der Krise die richtige Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft, so Lemb weiter. "Wer angesichts der momentanen Krisensituation ein einfaches "Weiter So" propagiere, wie dies die Thüringer CDU tut, ist entweder blind oder verfügt über null arbeitsmarktpolitischen Sachverstand und den notwendigen Hilfestellungen für die von der Krise betroffenen Menschen", kritisierte der Geraer Landtagskandidat erste Reaktionen aus der CDU auf den Vorschlag.
Die Tür zu Opel Europa AG ist offen
Der SPD Landtagskandidat Lemb begrüßte am Sonntag die in der Nacht zum Samstag gefällte Entscheidung der Bundesregierung, durch Staatshilfen eine Herauslösung von Opel aus dem GM-Konzern zu ermöglichen. Mit der erreichen Investorenvereinbarung sei nun die Tür offen für die Gründung des sechsten Automobilunternehmens mit Sitz in Deutschland, der Opel Europa AG. Die Insolvenz von GM werde damit nicht zur Insolvenz von Opel führen.
Das Ziel des Erhaltes aller Standorte, keine Entlassungen und eine Entscheidung für einen nachhaltig strategisch interessierten Investor, ist eine wichtige Entscheidung im Prozess zur Rettung von Opel. Diese Ziele können mit dem Einstieg von Magna weitgehend erfüllt werden. Jedes andere Konzept, insbesondere eine Insolvenz, hätte zu drastisch schlechteren Resultaten geführt, so Lemb.
Insbesondere gäbe es nun auch eine positive Perspektive für den Standort Eisenach.
Wichtig sei jetzt, um jeden Arbeitsplatz, um Auslastung für die Standorte und um die Absicherung der sozialen Ansprüche der Opel Beschäftigten zu ringen.
Insbesondere den SPD Ministern in der Bundes- und Landesregierungen, die sich für die Rettung von Opel konstruktiv und kompetent eingesetzt haben, ist zu danken.
Hingegen kritisierte Lemb den Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg scharf, der bis zuletzt mit seinem Gerede von einer Insolvenz eine Rettung von OPEL gefährdet habe.