Lemb fordert: "Jugendliche so nehmen wie sie sind"

Wolfgang Lemb

Anlässlich der neuen Broschüre des Thüringer Wirtschaftsministeriums fordert der SPD-Abgeordnete die Thüringer Betriebe auf, junge Menschen so zu akzeptieren wie sie sind. "Junge Thüringer sind völlig anders aufgewachsen als die heutigen Firmenchefs, die mit viel Disziplin zur Wendezeit Betriebe erhielten oder aufbauten und sich heute in großen Schritten auf die Rente zubewegen.

Zusätzlich zum üblichen Generationenkonflikt kommen dann noch andere gesellschaftliche Erfahrungen Junger und Ältere." erläutert Lemb. "Bei der Suche nach geeigneten Azubis müssen neue Maßstäbe angesetzt werden. Junge Menschen verfügen vielleicht nicht immer über preußische Tugenden, dafür sind sie häufig kreativ und haben einen anderen Blick auf Herausforderungen."

 

Dorothea Marx: Wert der Arbeit muss im Mittelpunkt stehen

Zum „Tag der Arbeit“, welcher traditionell am 01. Mai begangen wird, muss wieder mehr über den Wert der Arbeit diskutiert werden. Dieser Meinung ist die SPD Landtagsabgeordnete Dorothea Marx. “ Wenn fast sieben Millionen Frauen und Männer in Deutschland für weniger als 8,50 € arbeiten müssen, dann ist das untragbar für ein so fortschrittliches und wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland.“, so die Landespolitikerin.

 

SPD-Wirtschaftsexperte Lemb: „Wir brauchen ein neues Leitbild guter Arbeit“

Gegen das Motto: "Jede Arbeit ist besser als keine." (Foto: SPD-Landtagsfraktion Thüringen)

„Um Thüringens Arbeitsmarkt für die Zukunft fit zu machen, braucht das Land einen flächendeckenden Mindestlohn und gleiche Löhne für gleiche Arbeit. Es muss reguläre Beschäftigung fördern und nicht prekäre, zum Beispiel indem es die Tarifbindung deutlich steigert und die Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen erleichtert. Und es muss Arbeitskräfte- und Qualifizierungspotentiale nutzen, indem es Fachkräfte nach Thüringen anzieht und ein Bildungsfreistellungsgesetz einführt.“

 

Die Abgeordneten der SPD-Fraktion kämpfen unermüdlich weiter für die Beschäftigen der Bosch Solar Energy AG

Wolfgang Lemb spricht zu 300 Demonstranten von Bosch (Foto: SPD-Landtagsfraktion Thüringen)

Heute früh vor Plenumsbeginn demonstrierten die Angestellten des Bosch Werks Arnstadt vor dem Thüringer Landtag.
Der wirtschaftspolitische Sprecher Wolfgang Lemb und Wirtschaftsminister Matthias Machnig sprachen vor den Demonstrierenden.

 

SPD-Fraktion solidarisch mit Beschäftigten von Bosch Solar und der Stadt Arnstadt

Unterzeichnung der Arnstädter Erklärung

Die SPD-Fraktion hat in ihrer heutigen Sitzung in Arnstadt die sogenannte „Arnstädter Erklärung“ unterzeichnet. Mit ihrer Unterschrift bekunden wir, die Abgeordneten der SPD-Fraktion, ihre Solidarität nicht nur mit den Mitarbeitern der Bosch Solar Energy AG, sondern auch mit dem Arnstädter Stadtrat sowie den Bürgern der Stadt Arnstadt.
Die Arnstädter Erklärung war am 11. April 2013 vom Stadtrat der Bach-Stadt verabschiedet worden. Darin wird der Bosch-Konzern aufgefordert, den vollständigen Rückzug aus dem Solargeschäft zu überprüfen und auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2013 zu verzichten. Der Konzern solle zudem die Verlagerung und/oder Integration anderer Produktions- und Produktfelder des Bosch-Konzerns nach Arnstadt ins Kalkül ziehen.
Die Bundesregierung wird aufgefordert, einen „Solar-Gipfel“ einzuberufen und eine Anti-Dumping-Klage der europäischen Solar-Industrie in Brüssel zu unterstützen.

„Die Beschäftigten der Bosch Solar Energy AG und die Bürger der Stadt Arnstadt brauchen jetzt unsere ganze Solidarität. Alle Entscheidungsträger müssen in dieser schwierigen Situation an einem Strang ziehen“, erklärte unser Fraktionsvorsitzender Uwe Höhn bei der Unterzeichnung der Erklärung.

Neben den Abgeordneten der SPD-Fraktion mit den Ministern Heike Taubert und Christoph Matschie wurde die Erklärung weiterhin von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig sowie von Justizminister Holger Poppenhäger unterzeichnet.

An der Sitzung nehmen der Vorstandsvorsitzende von Bosch Solar, Dr. Steffen Haack sowie zwei Vertreter vom Betriebsrat - Betriebsratsvorsitzender Andy Poplawski und sein Stellvertreter Jan Müller - teil.