Arbeit & Wirtschaft
Der Bundestagsabgeordnete Steffen- Claudio Lemme (SPD) zeigte sich zufrieden über die gestern gefällte Entscheidung, wonach 800.000 Beschäftigte in der Pflegebranche spätestens zum 1. August diesen Jahres mit einem Mindestlohn rechnen können. Er brachte in diesem Zusammenhang jedoch seinen Unmut darüber zum Ausdruck, dass in Deutschland 20 Jahre nach der Wiedervereinigung bei den Tarifen immer noch mit zweierlei Maß gemessen wird.
Am Tag der Arbeit absolvierten der SPD-Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme und der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Weber einen regelrechten Veranstaltungs-marathon.
Dabei konzentrierten sie sich zum einen auf die Landeshauptstadt Erfurt und beteiligten sich an den friedlichen Aktionen eines breiten Bürgerbündnisses gegen den angekündigten Aufmarsch rechtsradikaler Kräfte. „Nazis haben keinen Platz in Thüringen und das werden wir auch deutlich machen! Wir wenden uns gegen den Versuch von Rechts, den 1. Mai zu entweihen. Das ist der Tag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,“ war dabei die gemeinsame Devise der beiden Abgeordneten.
Die heute in der Thüringer Allgemeinen gemeldete geplante Großinvestition in Höhe von 80 Millionen Euro am Opel-Standort Eisenach begrüßt Wolfgang Lemb, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Das neue Modell ‚Junior’ ist ein wichtiges Zukunftsprojekt in der Modellpalette von Opel“, so Lemb.
Steffen-Claudio Lemme, SPD-Bundestagsabgeordneter und Sekretär des Deutschen Gewerkschaftsbundes, kritisiert die CDU/CSU und die FDP für ihre Ablehnung des SPD-Antrags zur Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde.
„Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vieler Branchen, in denen Dumpinglöhne gezahlt werden, können nicht mehr warten. Gerade Thüringerinnen und Thüringer sind überproportional betroffen, weil sie deutschlandweit immer noch die niedrigsten Durchschnittslöhne erhalten.“